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09.10.2013

18:48 Uhr

Griechenland

Haushaltsweisen halten Schuldenschnitt für unausweichlich

Schlechte Nachrichten aus Griechenland: Der Haushaltsbeirat erachtet einen erneuten Schuldenerlass als unabwendbar. Alles andere sei eine „Illusion“. Allerdings haben die europäischen Partner genau dies ausgeschlossen.

Die griechische Flagge vor dem Parlamentsgebäude in Athen: Laut einem Bericht des Haushaltsbeirats benötigt das Land dringend einen neuen Schuldenschnitt. Reuters

Die griechische Flagge vor dem Parlamentsgebäude in Athen: Laut einem Bericht des Haushaltsbeirats benötigt das Land dringend einen neuen Schuldenschnitt.

AthenEin weiterer Schuldenerlass für Griechenland ist nach Einschätzung der Athener Haushaltsweisen unausweichlich. Angesichts der schwachen Wachstumsaussichten für die kommenden Jahre sei es unrealistisch anzunehmen, dass die Staatsfinanzen bis 2022 als tragfähig eingestuft werden könnten, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des parlamentarischen Haushaltsbeirats. Eine weitere Umstrukturierung der Schulden sei daher kaum zu vermeiden. Das Gremium besteht aus Professoren, deren Empfehlungen für Parlament oder Regierung nicht bindend sind.

Die Regierung werde weitere Hilfskredite seiner Euro-Partner benötigen, wenn das zweite Rettungsprogramm im kommenden Jahr auslaufe, stellte das Gremium fest. „Es ist eine Illusion zu erwarten, dass das Land nach 2014 wieder an die Märkte zurückkehren könnte, um seine Schulden zu bedienen und andere einmalige Bedürfnisse zu decken.“

Im Zuge der Schuldenkrise wurde Griechenland von den Anleihemärkten abgeschnitten, weshalb die anderen Euro-Länder, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds mit zwei Rettungsprogrammen im Volumen von rund 240 Milliarden Euro einsprangen, um den Staatsbankrott zu verhindern. Zudem gab es einen Schuldenschnitt zulasten privater Investoren. Trotzdem dürfte das Land in den kommenden Jahren weitere zehn bis zwölf Milliarden Euro brauchen. Einen zweiten Schuldenerlass, der vor allem zulasten der Euro-Partner und damit der Steuerzahler gehen würde, haben Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble ausgeschlossen.

Von

rtr

Kommentare (20)

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Eurowahn

09.10.2013, 19:40 Uhr

Dummes Geschwafer !! Schäuble sagt "Es wird keinen Schuldenschnitt für Griechenland geben und Rechner lobt Griechenland ja auch !! Griechenland kann alleine, Griechenland könnte, Griechenland müsste nur ... etc. Ich wäre auch schon bestimmt Millionär, ich müsste nur jeden Tag Leitungswasser trinken, Kartoffeln und Reis essen, in einer 15 qm-Bude hausen etc.. Ja, man müsste nur - mal sehen was passiert. Wenn Schäuble und Rechner sagen es gibt keinen Schuldenschnitt dann ist es so, basta. Griechenland wird all seine Schulden zurückzahlen und wir verdienen uns an Griechenland dumm und dämlich !! "Alles andere entspringt nur in krankhaften Phantasien", würde Rechner sagen !! Und auf die Bankenunion freue ich mich auch schon. Dan erst werden die Bilanzen mal geordnet und die Wertberichtungen vorgenommen für die ganzen Schrottimmobilien (besonders in Spanien). Dann kann man ja die Verluste schön in Europa verteilen !!

Account gelöscht!

09.10.2013, 19:41 Uhr

Naja, wer mit mit Töpfen klappert, kann nicht davon ausgehen das diese auch gefüllt werden.
Die Weisen waren ja bisher auch nicht gerade schlau, wenn man das mal so sagen darf.
Den Rat ordentlich Steuern einzuziehen, haben diese nicht gegeben, tse.

Account gelöscht!

09.10.2013, 19:51 Uhr

Verdienen tuen wir nichts. Die zinsen sind einfach zu niedrig.
Griechenland bräuchte einfach höhere Zinsen, dann würden sie auch wieder Kapital bekommen. Nur zurückzahlen könnten sie es nicht.
Griechenland muss raus aus dem Euro und brucht dann einen Schuldenschnitt.
Alles andere wird nicht funktionieren.

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