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26.08.2011

02:06 Uhr

Griechenland-Hilfe

Privatinvestoren stehen für Anleihetausch bereit

Es soll einen Beitrag des Privatsektors zur Griechenland-Hilfe geben. Bonds im Volumen von 135 Milliarden Euro werden getauscht oder verlängert. Zum Anleihetausch benötigt der Internationale Bankenverband Details.

huGO-BildID: 22808668 A taxi driver holds a giant Greek flag during a protest outside the Greek Parliament in Athens, Tuesday, July 26, 2011. Striking taxi drivers from across Greece held a peaceful protest rally against austerity measures that have seen an overhaul of their licensing rules. Some 3,000 strikers marched as they have been on an open-ended strike for the past 10 days. (Foto:Thanassis Stavrakis/AP/dapd) dapd

huGO-BildID: 22808668 A taxi driver holds a giant Greek flag during a protest outside the Greek Parliament in Athens, Tuesday, July 26, 2011. Striking taxi drivers from across Greece held a peaceful protest rally against austerity measures that have seen an overhaul of their licensing rules. Some 3,000 strikers marched as they have been on an open-ended strike for the past 10 days. (Foto:Thanassis Stavrakis/AP/dapd)

Frankfurt Vier Wochen nach der Einigung auf einen Beitrag des Privatsektors zu den Griechen-Hilfen sind die Details des Anleihetauschs noch immer unklar. Griechenland habe noch kein konkretes Angebot für die Laufzeitenverlängerung der alten Staatsanleihen unterbreitet, verlautete am Donnerstag aus mehreren europäischen Geldhäusern. Entsprechend gering seien im Moment die Zusagen der Banken, sich an den Hilfen zu beteiligen.

Koordiniert wird der Anleihetausch vom Internationalen Bankenverband (IIF), der mehr als 400 Institute repräsentiert. Der Verband teilte mit, dass vor dem offiziellen Angebot der Regierung in Athen 60 bis 70 Prozent der Investoren ihre Absicht einer Beteiligung bekundet hätten. Nach Vorlage der Details sollte sich diese Quote nach IIF-Einschätzung noch erhöhen. „Die Zusagen könnten in den nächsten Tagen deutlich steigen, wenn die offenen Punkte geklärt werden“, hatte zuvor eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Angepeilt werden etwa 90 Prozent.

Griechenland braucht die hohe Zustimmungsrate der privaten Investoren, um wie geplant Bonds im Volumen von 135 Milliarden Euro zu tauschen oder zu verlängern. Das hoch verschuldete Mittelmeerland hatte bereits deutlich gemacht, dass es dazu auch Anleihen einbeziehen will, die bis 2024 und nicht nur bis 2020 laufen. Einige Banken haben ohnehin nur länger laufende Bonds in den Büchern.

Der Tausch geht mit einem mindestens 21-prozentigen Forderungsverzicht der privaten Gläubiger bei den alten Schulden einher. Diese Abschreibungen haben die Finanzinstitute bereits im zweiten Quartal verbucht. Griechenland hat den eigenen Banken bis zum 9. September Zeit gegeben, sich zum Anleihetausch zu positionieren. Diese Frist gilt offenbar nicht für die anderen europäischen Finanzhäuser.

Mit der Debatte um die zusätzliche Absicherung der Griechen-Hilfen, wie sie etwa Finnland fordert, habe die Verzögerung aber nichts zu tun, sagten Banker. Es stehe auch völlig außerfrage, das Hilfspaket wieder aufzuschnüren. „Man will den Brandherd nicht wieder aufflammen lassen.“

Von

rtr

Kommentare (1)

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Euyonimus

26.08.2011, 02:59 Uhr

Interessant war dazu die Sendung Monitor, wo gezeigt wurde an Schriftstücken, daß der Deal schon zuvor festgelegt wurde von den Banken und die Politik dies 1 zu 1 übernommen hat und sich Ackermann dann nachträglich noch über die hohe Belastung brüskierte. Ausgemacht war nämlich im Vorfeld eine 50% Beteiligung.
Ackermann spielt hier die Rolle des Helden, von der man nun weiß, wie die Politik maßgeblich beeinflußbar ist.

Shame over it

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