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27.06.2011

11:49 Uhr

Griechenland

IIF und EU-Vertreter beraten über Schuldenkrise

Der internationale Bankenverband IIF und Vertreter der EU kommen zusammen, um über die Schuldenkrise in Griechenland zu beraten. Auch das französische Modell könnte eine Option für die Bankenhäuser sein.

Ein Händler verkauft in der Nähe des griechischen Parlaments Nationalflaggen. Quelle: dapd

Ein Händler verkauft in der Nähe des griechischen Parlaments Nationalflaggen.

RomHochrangige Vertreter der EU und des internationalen Bankenverbandes IIF beraten am Montag in Rom über Wege aus der Schuldenkrise Griechenlands. Der Chef des einflussreichen Wirtschafts- und Finanzausschusses der EU (WFA), der Italiener Vittorio Grilli, werde mit dem Geschäftsführer des IIF, Charles Dallara, zusammentreffen, bestätigte ein Sprecher des Verbandes am Montag. Der aus Notenbankern und Staatssekretären bestehende WFA berät die europäischen Finanzminister. Der IIF wird von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann geleitet.

Dallara habe sich bereits in den vergangenen Tagen in Gesprächen mit privaten Gläubigern und staatlichen Stellen um Unterstützung für ein Rettungspaket bemüht, sagte sein Sprecher. In italienischen Bankenkreisen hieß es, an dem auf zwei Stunden angesetzten Treffen werde auch mindestens ein italienischer Bankenvertreter teilnehmen. Das französische Finanzministerium hatte sich Bankenkreisen zufolge am Sonntag mit den Banken des Landes auf eine mögliche Verlängerung von Griechenland-Krediten geeinigt.

Das französische Modell zur Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung Griechenlands stößt auch bei den deutschen Geldhäusern auf Interesse. Das sagten zwei mit den politischen Gesprächen vertraute Vertreter der
Bankenbranche am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. „Das ist ein sehr interessantes Modell“, sagte einer der Insider.

„Der französische Vorschlag wäre ein möglicher Kompromiss“, betonte der andere. Einerseits werde damit das Prinzip der Freiwilligkeit einer Laufzeitverlängerung griechischer Anleihen unterstrichen. Zudem setze der Vorschlag ökonomisch und politisch sinnvolle Anreize für die privaten Gläubiger. Ein weiterer Bankenvertreter sagte, im Tagesverlauf wollten die deutschen Institute sich noch einmal mit dem Bundesfinanzministerium darüber austauschen, wie ihr Beitrag zur Lösung der griechischen Schuldenkrise aussehen könnte.

Kommentare (1)

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Thomas-Melber-Stuttgart

27.06.2011, 12:23 Uhr

Na, 30 Jahre lang garantierte Gewinne ohne Verlustrisiko, bei solc'h einem Geschäftsmodell wäre ich auch - freiwillig! - dabei.

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