Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.07.2011

16:31 Uhr

Griechenland

Konservative wollen EU-Hilfe nicht

Die wichtigste Oppositionspartei in Griechenland würde nach Angaben von Parteichef Antonis Samaras derzeit gegen ein zweites Rettungspaket für das Land stimmen.

Oppositionsführer Antonis Samaras: Wir wollen nicht das griechische Volk, die griechische Mittelschicht und die griechischen Familien in die Knie zwingen. Quelle: dpa

Oppositionsführer Antonis Samaras: Wir wollen nicht das griechische Volk, die griechische Mittelschicht und die griechischen Familien in die Knie zwingen.

Athen/WarschauSolange die Regierung ihre Wirtschaftspolitik nicht ändere, werde seine konservative Nea Dimokratia (ND) nicht für die Hilfen votieren, sagte Samaras in einem am Samstag veröffentlichten Interview der „Real News“. Die derzeitige Politik schade nur der bereits angeschlagenen Wirtschaft. „Wir wollen nicht das griechische Volk, die griechische Mittelschicht und die griechischen Familien in die Knie zwingen.“

Erst am Donnerstag hatte sich das hoch verschuldete Land den Anspruch auf weitere Unterstützung gesichert, indem das Parlament einem weiteren umfassenden Sparpaket über 28 Milliarden Euro zustimmte. Die Oppositionspartei von Samaras hatte lediglich dem 50 Milliarden Euro schweren Privatisierungsprogramm zugestimmt. Er betonte, über das mittelfristige Sparpaket müsse erneut verhandelt werden. Das Land benötige einen Plan B.

Polens Finanzminister: Griechenland benötigt Wachstum

Polens Finanzminister Jacek Rostowski warnte davor, bei der Lösung der Schuldenkrise in Griechenland zu viel Gewicht auf Sparprogramme und zu wenig auf eine Wachstumsförderung zu legen. „In Griechenland braucht man Konsolidierung und Wachstum“, sagte er am Samstag vor Journalisten. Beide Elemente des Verhältnisses von Schulden und Wirtschaftskraft müssten betrachtet werden und nicht nur die hohen Schulden. Die Worte des polnischen Ministers haben derzeit ein besonderes Gewicht, da sein Land seit Freitag die EU-Ratspräsidentschaft innehat.

Rostowskis Worte spiegeln die wachsenden Sorgen in der Europäischen Union (EU) wider, dass die von Griechenland abverlangten Sparmaßnahmen in den kommenden Jahren zu hart für einen Patienten sind, der schon jetzt nach Luft ringt.

Die EU-Staaten haben ihre Milliardenhilfen an Griechenland davon abhängig gemacht, dass das Land seine Ausgaben drastisch kürzt, Steuern erhöht und Staatsbesitz verkauft.

Von

rtr

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

02.07.2011, 18:21 Uhr

Die Konservativen waren schon immer rafiniert!
Auch die Konservativen der Gläubigerländer.

Der arme Papa, zuerst muß er den Buhmann zu Hause und auch in Europa und der Welt spielen, und als Dank werden sie ihn gemeinsam fällen. Die, die eigentlich Verursacher der ganzen Misere sind (Die Konservativen im Land als auch die Konservativen der Gläubigerländer).

Die Griechen (vor allem die Mitte und die Konservativen) in dem sie ihn durch Abwahl fällen und sich anschließend mit Hilfe ihrer Konservativen sich ihrer Schulden entledigen. Ein Grund sich und die Konservativen anschließend zu feiern.
Und der Rest der spielteilnehmer (EU und IWF) wird ihn später auf die Schulter klopfen und sagen:

Pech mein Lieber, hast gekämpft wie ein Löwe aber die Kredite waren schon abgeschrieben.


Er wird der größte Verlierer in der griechischen Geschichte werden. In Griechenland wird man ihm auch persönlich nach stellen.
.

Account gelöscht!

02.07.2011, 18:33 Uhr

Ich glaube deshalb,
daß er langfristig in Griechenland nicht mehr wird bleiben können.
.

Thomas-Melber-Stuttgart

02.07.2011, 19:20 Uhr

Tja, wer nicht will, der hat schon. Was uns ja aber auch zu paß kommt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×