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22.09.2011

16:17 Uhr

Griechenland-Krise

"Das Troika-Drama darf sich nicht alle drei Monate wiederholen"

VonThomas Ludwig

Der Chef der EU-Taskforce für Griechenland will das Land ohne harten Schuldenschnitt zum Wachstum zurückführen. Dabei zählt er auf deutsche Unterstützung - nicht zuletzt die Stromkunden könnten draufzahlen.

Horst Reichenbach versucht, die griechische Schuldenkrise zu entschärfen. dapd

Horst Reichenbach versucht, die griechische Schuldenkrise zu entschärfen.

Auch Stromkunden in Deutschland müssen damit rechnen, für den Aufbau einer Solarenergieproduktion in Griechenland zu Kasse gebeten zu werden. Das sagte der Chef der EU-Taskforce für Griechenland, Horst Reichenbach, dem Handelsblatt: „Sonnenergie kann in Griechenland zwar kostengünstiger hergestellt werden als bei uns, ist momentan aber in der Tat noch nicht wettbewerbsfähig.“ Mithin bedürfe sie einer Förderung. Deutsche und griechische Behörden loteten derzeit Möglichkeiten dazu aus. Das könnte eine Änderung des Erneuerbaren Energien Gesetzes in Deutschland erforderlich machen.

Horst Reichenbach will auch dafür sorgen, dass die Troika aus EU, EZB und IWF in Athen künftig auf weniger Probleme stoßen wird, wenn es darum geht, die Fortschritte bei der Schuldensenkung Griechenlands zu überprüfen. „Das Troika-Drama, das wir jetzt erleben, darf sich nicht alle drei Monate wiederholen. Das muss reibungsloser ablaufen als dieses Mal. Die Griechen haben das hoffentlich verstanden, und ich will sie dabei unterstützen, ihre Hausaufgaben bis Dezember zu machen“, betonte Reichenbach. „Wenn die Troika im Dezember nach Athen fährt, sollte alles soweit bereit sein, dass sie nur noch ihre Häkchen machen muss.“

Reichenbach rechnet damit, dass die Taskforce der EU mindest zwei bis drei Jahre in Griechenland tätig sein wird. Grundsätzlich ist er davon überzeugt, Griechenland wieder auf den Wachstumspfad zurückführen zu können. Wann das genau sein wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt aber niemand seriös vorhersagen. Die Ansicht zahlreicher Ökonomen, Griechenland könne nur noch ein harter Schuldenschnitt helfen, teilt er nicht: „Auch Ökonomen können irren.“

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

22.09.2011, 16:31 Uhr

.
Hahahahaaaha.
.

EDBxx

22.09.2011, 16:54 Uhr

und immer schön zahlen nicht vergessen!

Schlaumeier

22.09.2011, 16:59 Uhr

Wo wird bei Solaranlagen in Griechenland, das Land gefördert?
Deutsche Firmen liefern, montieren und warten. Griechenland liefert die Sonne. Wo entstehen da griechische Arbeitsplätze? Haben diese Experten eigentlich nur Stroh im Kopf?

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