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15.06.2011

18:34 Uhr

Griechenland-Krise

Papandreou will die Macht teilen

Griechenland muss sparen, um die Pleite zu verhindern - doch die Griechen wollen das nicht wahrhaben. In Athen demonstrieren Zehntausende: Griechenlands Premier Papandreou steht vor einer historischen Entscheidung.

Papandreou bietet Rücktritt an

Video: Papandreou bietet Rücktritt an

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AthenIn Griechenland bahnt sich ein Regierungswechsel an. Konfrontiert mit militanten Massenprotesten gegen seinen Sparkurs und einer zunehmend desolaten Finanzlage ist der sozialistische Ministerpräsident Giorgos Papandreou offenbar bereit, auf sein Amt als Regierungschef zu verzichten.

Papandreou habe in Telefongesprächen mit den Vorsitzenden der anderen Parlamentsparteien die Bildung einer „Regierung der nationalen Einheit“ vorgeschlagen, hieß es gestern in Regierungskreisen. Ihr sollen Politiker mehrerer Parlamentsparteien, aber auch überparteiliche Persönlichkeiten angehören.

Falls es zur Bildung einer solchen Regierung komme, werde Papandreou möglicherweise auf das Amt des Regierungschefs verzichten, hieß es. Papandreou selbst wollte sich am Abend in einer Fernsehansprache äußern.

Ein Vertreter der griechischen Opposition hat bestätigt, dass Papandreou mit dem Parteichef der Konservativen über eine Machtteilung verhandelt. Demnach traf sich Papandreou am Mittwoch bereits mit Samaras zu einem Gespräch über die mögliche Bildung einer großen Koalition, wie der staatliche Fernsehsender NET berichtete.

Unklar blieb, ob Papandreou oder vielmehr Samaras die Bildung einer Übergangsregierung aus Technokraten vorschlug. In den Gesprächen mit Oppositionsführer Antonis Samaras werde die Möglichkeit der Bildung einer großen Koalition ausgelotet, hieß es am frühen Mittwochabend.

Einer Übergangsregierung sollen Politiker mehrerer Parlamentsparteien, aber auch überparteiliche Persönlichkeiten angehören. Sie könnte etwa ein Jahr lang amtieren, in dieser Zeit die Verhandlungen über ein tragfähiges Rettungskonzept für Griechenland abschließen und versuchen, den bereits wieder aus dem Ruder laufenden Haushalt ins Lot zu bringen. In den ersten fünf Monaten 2011 klafft im Etat bereits wieder eine Deckungslücke von 3,2 Milliarden Euro.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters forderte die Oppositionspartei Nea Dimokratia Papandreous Rücktritt. Der Premier solle einem Nachfolger Platz machen, der allgemein akzeptiert sei, hieß es in Kreisen der konservativen Oppositionspartei. Dies habe Parteichef Antonis Samaras von dem Ministerpräsidenten gefordert.

Kommentare (27)

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shit_will_go_on

15.06.2011, 17:18 Uhr

Das Schlimmste was er tun könnte, dann gibts keine Ratings mehr: dann ist Schicht im Schacht samt Bürgerkrieg - erstmal in Griechenland.

Den Rest rechnen sich die Gauner in der Ratingagenturen aus: so unschuldig wie die sind.

Man kann natürlich einem am zu Boden liegenden Gegner auch noch die Gurgel durschneiden.


Dagegen, was da mit GR passiert ,dagegen war die Mafia ein Hosenschiss!

shark

15.06.2011, 17:24 Uhr

und alles frohlöcked, um den Völkern der Erde so richtig die Hosen herunterzuziehen.

Fein: so ein swimmingpool.

Irgendwanneinmal werden Euch Eure Pilotfische das Beten beibringen - b assured.

RoadRunner

15.06.2011, 17:26 Uhr

die Griechen erwarten dass ihr Lebensstandard durch den Rest der EU weiter finanziert wird.
Die griechische Regierung hat die Rechnung ohne den Buerger gemacht.
Umschuldung und Drachme sind unabwendbar.

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