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05.08.2015

14:49 Uhr

Griechenland-Krise

Syriza-Fraktionschef hoffen auf schnelle Milliarden

In Athen verhandeln die Gläubiger mit der griechischen Regierung. Für Premier Tsipras ist eine Einigung schon bald möglich. Und die Zeit drängt: Am 20. August wartet die EZB auf eine Milliarden-Rückzahlung.

Eine Einigung ist Voraussetzung für ein drittes Hilfspaket in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro. dpa

Athen und seine Gläubiger verhandeln über Reformen

Eine Einigung ist Voraussetzung für ein drittes Hilfspaket in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro.

AthenGriechenland und seine Geldgeber sind Ministerpräsident Alexis Tsipras zufolge kurz vor einer Verständigung auf ein drittes Hilfspaket. „Wir sind auf der Zielgeraden für eine Vereinbarung mit den Institutionen“, sagte der Regierungschef am Mittwoch in Athen. Er hoffe, dass trotz aller Schwierigkeiten es eine Verständigung gebe, die die Unsicherheit für Griechenland und die Euro-Zone beendeten.

Griechenlands linke Regierungspartei will dem klammen Staat rasch Zugriff auf ein Drittel der in Aussicht gestellten Milliardenhilfen sichern. Der Fraktionssprecher der Syriza-Partei im Parlament, Nikos Filis, brachte am Mittwoch im staatlichen Fernsehen eine erste Auszahlungstranche von 25 Milliarden Euro ins Gespräch. Dies wären fast 30 Prozent der von den Geldgebern für insgesamt drei Jahre avisierten Gesamtsumme. Zugleich benötigen die Hellas-Banken, deren Aktien an der Börse im freien Fall sind, Geld in eben dieser Größenordnung. Ministerpräsident Alexis Tsipras sieht die Verhandlungen mit den Gläubigern bereits auf der Zielgeraden.

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Das Hilfspaket soll noch in diesem Monat beschlossen und verabschiedet werden. Die Zeit drängt: Am 20. August muss Griechenland mehr als drei Milliarden Euro an alten Schulden an die EZB zurückzahlen. Zudem stehen die einheimischen Banken, die wegen der drohenden Staatspleite drei Wochen geschlossen waren, mit dem Rücken zur Wand. Viele Kunden hatten in Unsicherheit über den Verbleib des Landes in der Euro-Zone ihre Konten geräumt.

Die Talfahrt der Bankenaktien setzte sich an der Athener Börse ungebremst fort: Einheimische Branchengrößen wie die Alpha Bank und die Piraeus Bank verloren jeweils knapp 30 Prozent. Der Branchenindex büßte mehr als 27 Prozent ein.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

05.08.2015, 15:45 Uhr

Da soll noch einer sagen, das Ei des Kolumbus gäbe es nicht. Dieses Ei gibt es, Griechenland hat es vorgemacht. Die EU in die absolute griechische Abhängigkeit zu bringen und immer wieder Bares, ohne eigene Gegenleistung, aus ihr herauszuleiern, das muß das Ei des Kolumbus sein. So etwas Ähnliches ist bisher nur einer Volksgruppe gelungen.

Herr Teito Klein

05.08.2015, 16:15 Uhr

Tsipras: "Wir sind auf der Zielgeraden für eine Vereinbarung mit der Troika"!
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Wir haben uns darauf geeinigt, dass ein weiteres Geldgeschenk von 86 Milliarden Euro "alternativlos" ist.
Und weitere "Geldgeschenke" werden folgen
Rückzahlungstermin: Sankt Nimmerleinstag!

Hein Bloed

05.08.2015, 16:51 Uhr

Also ich soll immer Flaschen sammeln wegen der ARGE und die Griechen bekommen ihre Kohle einfach so. Wie geht den das. Ich meine schon, dass
deutsche Schiffsratten wie ich bevorzugt behandelt werden sollten.

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