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17.08.2015

14:19 Uhr

Griechenland

Lettland und Litauen billigen neues Hilfspaket

Lettland, Litauen und Estland zählen zu den schärfsten Kritikern Athens und fordern harte Spar- und Reformschritte. Zwei der Baltenstaaten haben nun das neue Hilfspaket gebilligt. Ein Schuldenerlass sei keine Option.

Die drei Baltenstaaten haben sich für harte Spar- und Reformschritte des Euro-Krisenlands ausgesprochen. ap

Griechenland-Flagge in Athen

Die drei Baltenstaaten haben sich für harte Spar- und Reformschritte des Euro-Krisenlands ausgesprochen.

RigaLettland und Litauen haben das neue Hilfspaket für das pleitebedrohte Griechenland am Montag gebilligt. In Estland wird das Parlament an diesem Dienstag über das Hilfsprogramm abstimmen. Die drei Baltenstaaten zählen zu den schärfsten Kritikern der griechischen Regierung und haben sich für harte Spar- und Reformschritte des Euro-Krisenlands ausgesprochen.

„Wir sind bereit, uns solidarisch am griechischen Rettungsprogramm zu beteiligen“, sagte der lettische Finanzminister Janis Reirs nach einer Sondersitzung der Mitte-Rechts-Regierung in Riga. Dazu müsse Athen die mit den Geldgebern ausgehandelten Bedingungen für geplante Kredite von bis zu 86 Milliarden Euro erfüllen. Auch der EU-Ausschuss des lettischen Parlaments unterstützte die Position der Regierung, die einen Schuldenerlass für Griechenland kategorisch ablehnt.

Zeitplan für Griechenland-Hilfen

Die Hürden auf dem Weg zur Einigung

Griechenland und seine Geldgeber scheinen auf dem besten Weg zu einer endgültigen Einigung über ein drittes Hilfsprogramm. Bis zur Auszahlung des ersten Milliardenkredits gilt es allerdings weitere Hürden zu nehmen. Eine Übersicht, was in den kommenden Tagen noch passieren müsste.

Montag, 17. August bis Donnerstag, 20. August

In Deutschland und einigen anderen Ländern müssen auch die nationalen Parlamente dem Hilfsprogramm zustimmen. Bereits Anfang der kommenden Woche könnten deswegen Sondersitzungen anberaumt werden. Der Bundestag stimmt am kommenden Mittwoch ab.

Donnerstag, 20. August

Griechenland muss 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzahlen. Im Idealfall kommt das Geld bereits aus dem neuen Hilfsprogramm.

Im benachbarten Litauen stimmte die Regierung dem neuen Kredit- und Reformpaket für Athen und der Auszahlung einer ersten Tranche von bis zu 26 Milliarden Euro ebenfalls zu.

In Estland genügt zur Billigung des Hilfspakets im Parlament eine einfache Mehrheit. Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Taavi Rõivas hält 59 der 101 Sitze in der Volksvertretung Riigikogu in Tallinn. Die Opposition ist gegen weitere Hilfen für Athen.

Von

dpa

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