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31.07.2011

21:50 Uhr

Griechenland

Neue Milliardenspritze für Athen

VonThomas Sigmund

ExklusivDie EU räumt Griechenland Sonderkonditionen im EU-Strukturfonds ein. Für Brüssel wird das zum milliardenschweren Zuschussgeschäft.

Die EU räumt Griechenland Sonderkonditionen im EU-Strukturfonds ein. Quelle: dpa

Die EU räumt Griechenland Sonderkonditionen im EU-Strukturfonds ein.

Düsseldorf Mithilfe besserer Konditionen soll Griechenland Finanzmittel aus den EU-Strukturfonds abrufen können, wie das Handelsblatt (Montagausgabe) aus EU-Kreisen erfuhr. Beschlossen ist eine Mitfinanzierung Griechenlands, die bis auf fünf Prozent des Gesamtvolumens eines Investitonsprojektes sinken kann. Der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn will die Initiative am Montag in Brüssel vorstellen.

Auslöser sind die bereits verbesserten, aber immer noch nicht erfüllbaren Auflagen für Griechenland, Hilfen aus den EU-Strukturfonds abzurufen. Damit die Millionen aus dem EU-Strukturfonds in griechische Projekte fließen können, musste Athen bisher rund 21 Prozent der Kosten selbst tragen. Allein bei einer Kofinanzierung von 15 Prozent könnten die Griechen rund 2,1 Milliarden Euro sparen, hatte die Kommission jüngst mitgeteilt.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte bereits vergangene Woche nach einem Treffen mit deutschen Wirtschaftsvertretern gefordert, die gemeinschaftliche Kofinanzierung aus den EU-Strukturfonds zeitlich befristet auf über 85 Prozent zu erhöhen. Forderungen aus der deutschen Wirtschaft, die Kofinanzierung Griechenlands für mehrere Jahre komplett auszusetzen, ließen sich in Brüssel nicht durchsetzen.

Kommentare (9)

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Buerge-r

31.07.2011, 18:28 Uhr

Ist ja schön, dass man den Griechen helfen will, deren Probleme aber mit Geld zuzuschei..en ist doch keine Lösung. Initiative und Projekte müssen von den Griechen selbst kommen und über Beschäftigungstherapie hinausgehen, andernfalls besteht die Gefahr eine Form von erlernter Hilflosigkeit weiter zu trainieren. Wenn ich stolzer Grieche wäre, würde ich sehr fein unterscheiden und nur Hilfe zur Selbsthilfe annehmen, Geschenke aber ablehnen (bin ja schließlich kein Kind mehr).

Hans-Staehle

31.07.2011, 18:39 Uhr

Mit den vielen Berichten über Griechenland werden die Bürger verunsichert.
Im Grunde werden wir alle verarscht, nichts weiter.
griechenland würde besser aus der EU austreten.

Account gelöscht!

31.07.2011, 19:07 Uhr

Solche Schenkungsprogramme sind eine Lachummer und letztendlich für beide Sieten schädlich. Der Eigenanteil beim Abruf von EU-Mitteln soll bewirken, dass nicht sinnlos investiert wird. Dieser schon jetzt dürftige Mechanismus wird nun für Griechenland völlig ausgehebelt. eine neue Katastrophe, die uns viel Geld kosten wird...

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