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11.03.2013

15:05 Uhr

Griechenland

Neuer Chef für Privatisierungsagentur

Die griechische Privatisierungsagentur hat einen neuen Chef. Stelios Stavridis, bisher Chef des Wasserversorgers Eydap, übernimmt nur zwei Tage nach dem Abgang des bisherigen Lenkers Takis Athanasopoulos.

Stelios Stavridis ist neuer Chef der griechischen Pritatisierungsagentur. dpa

Stelios Stavridis ist neuer Chef der griechischen Pritatisierungsagentur.

AthenNur zwei Tage nach dem unrühmlichen Rücktritt von Takis Athanasopoulos hat die griechischen Privatisierungsagentur einen neuen Chef. Wie die Regierung am Montag mitteilte, wird der marktliberale Manager Stelios Stavridis das Haus künftig leiten. Er ist bislang Chef des Wasserversorgers Eydap. Die Agentur verantwortet den Verkauf von Staatsbesitz. Die Einnahmen sollen dabei helfen, die Schulden des Landes zu senken. Bisher ist jedoch wenig passiert.

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Athanasopoulos hatte am Samstag seinen Rücktritt erklärt. Kurz zuvor war gegen ihn ein Strafverfahren wegen Dienstvergehen im Jahr 2007 während seiner Zeit als Chef des staatlichen Energiekonzerns PPC eingeleitet worden. Er weist die Vorwürfe zurück.

Stavridis ist ein in der Schweiz ausgebildeter Ingenieur, der bereits für mehrere griechische Konzerne wie den Raffineriebetreiber Hellenic Petroleum arbeitete, bevor er zu Eydap wechselte.

Der neue Chef gilt als Marktliberaler, der Privatisierungen unterstützt. Diese gelten als Schlüssel dafür, das Griechenland bald wieder auf eigenen Beinen stehen kann. Bisher wird das Mittelmeerland mit Hilfe der EU und des IWF flüssig gehalten. Erst jüngst hatte Griechenland seine Privatisierungsziele zurückgeschraubt und will bis 2016 nur noch etwa elf statt der zuvor angepeilten 19 Milliarden Dollar einnehmen. Bisher sind nur zwei Milliarden Dollar durch kleinere Verkäufe eingesammelt worden. Als nächstes stehen der Wettanbieter-Monopolist Opap und das Gasunternehmen Depa auf dem Verkaufszettel. An Opap signalisierten bereits die Finanzinvestoren BC Partners und TPG Capital Interesse.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Sarina

11.03.2013, 15:54 Uhr

Bisher ist jedoch wenig passiert.
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Es wird auch weiterhin nicht viel passieren. Um es kurz zu machen: Die Griechen können's nicht! Und vielleicht wollen sie auch nicht!

Account gelöscht!

12.03.2013, 18:55 Uhr

Es ist völlig egal, wer an die Spitze der Privatisierungsvorhaben gesetzt wird. Die Griechen sind mehrheitlich gegen die Privatisierung und werden das durchsetzen. Warum denn auch nicht - bisher kam das Geld aus der EU ja auch so.
Investoren sind nach Auffassung der Griechen entweder Ausbeuter (sofern es Ausländer sind) oder Nestbeschmutzer (wenn es Griechen sind).
Volkswirtschaft ist ein Fremdwort und wie so etwas funktioniert, weiß erst Recht niemand. Hier herrschen die Kirche, die Gewerkschaften und die Medien - und die Medien sind in der Hand der Besitzenden.
Dass die Menschen dumm bleiben, dafür wird schon gesorgt. Mit einet guten Zensur in Religion können Sie eine schlechte Zensur in (z.B.) Mathe ausgleichen.... usw. usw.
Wie also wollen Sie den Leuten hier erklären, dass sie ihre Produktivität steigern müssen, wenn sie höhere Löhne haben möchten?
Man hat ihnen erzählt, die EU sei für sie zuständig, da sie ja nun Mitglied seien. Daraus folgern sie, dass die EU ihnen weiter Geld schicken muss. "Warum soll ich weniger verdienen als ein holländischer Beamte?" fragt der griechische Beamte. Und gemessen an dem Bildungsangebot, dass er hinter sich hat, ist diese Frage auch irgendwie logisch.
Unsere Politiker, die es zuließen, dass GR Mitglied der Währungsunion wurde sowie jene, die es zuließen, dass GR mithilfe der Rettungspakete in der WU bleiben konnten - sie alle gehören in einen Sack gesteckt und ...

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