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29.12.2011

01:11 Uhr

Griechenland

Papademos haut Geld für Arbeitsplätze heraus

Der griechische Ministerpräsident Papademos stellt für den Beginn des Jahres viele neue Arbeitsplätze in Aussicht. Hilfe verspricht er sich nicht nur von seinen Behörden - sondern auch von geistlichen Würdenträgern.

Ministerpräsident Lukas Papademos im griechischen Parlament. dapd

Ministerpräsident Lukas Papademos im griechischen Parlament.

AthenDie griechische Übergangsregierung will im ersten Quartal des kommenden Jahres 150.000 neue Arbeitsplätze schaffen und die Sozialleistungen stärken. Damit sollen die Auswirkungen der Finanzkrise abgemildert werden.

Rund 900 Millionen Euro sollen dafür bereitgestellt werden. Die griechisch-orthodoxe Kirche und örtliche Behörden sollen bei den Anstrengungen mit einbezogen werden, sagte Ministerpräsident Lukas Papademos am Mittwoch.

„Die Krise und die Arbeitslosigkeit haben tausenden Familien geschadet“, sagte Papademos nach einem Kabinettstreffen, an dem auch das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Hieronymus, teilnahm. „Es ist unsere Pflicht, sie zu unterstützen und die soziale Solidarität zu stärken“, sagte Papademos.

Von

dapd

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

29.12.2011, 05:31 Uhr

Der Staat soll Arbeitsplätze schaffen? Der Staat hat noch nie Arbeitsplätze geschaffen, nur noch mehr Beamte.
Sozialleistungen verbessern? Mit Geld aus den
Rettungsschirmen?
Langsam wird's surreal...

Knut34

29.12.2011, 06:33 Uhr

Und woher kommt das Geld? Was ist der Stand der vereinbarten Privatisierungen? Ziel war EUR 50 Mrd. aktuell sind wir bei ca. EUR 1 Mrd.

Im März muss dieses Moloch endlich pleite gehen.

Delinix1

29.12.2011, 09:06 Uhr

Was ist denn das für eine wirre Analyse!? Ein Volk wird versklavt!? Haben Sie sich mal mit der Realität auseinandergesetzt? Heute z.B. streiken die Mitarbeiter einer Behörde (Ethniki Asphalistiki). Sie streiken dafür, dass sie – wie offenbar sonst üblich – am Sylvestervortag nur einen halben Tag arbeiten müssen. Als gäbe es nichts Wichtigeres in Zeiten leerer Staatskassen. Das „versklavte Volk“, jedenfalls insoweit es sich um versklavte Beamten handelt, hält die jetzige Krise noch immer für einen Arbeitskampf. Sie glauben tatsächlich fest daran, dass es sich um eine Art verbrieftes Recht handelt, wenn sie ihre Privilegien verteidigen. Dabei erwirtschaften sie diese Privilegien gar nicht selbst – wir anderen europäischen Bürger tun es. Und zwar tun wir es für sehr viel weniger Einkommen als ausgerechnet die Beamten dieser Behörde.
Wissen Sie überhaupt, was so ein armer versklavter Beamter pro Jahr verdient? Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt 75.000,-€.
Sie sollten wirklich allmählich Ihre Einstellung überdenken.
Ganz nebenbei: es war auch nicht die Exportgier, die zur „Versklavung“ führte. Nein, es waren die viel zu billigen Kredite und ein absolut verkehrtes EU-Aufbau-Konzept, die zu den unglaublichen Mengen an Einkäufen Griechenlands in den anderen europäischen Ländern führte. Vor allem wurde in Deutschland eingekauft, weil es da so tolle Waren gibt, die z.B. Sie für 5,-€ pro Stunde anstatt für 75.000,-€ jährlich herstellen.

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