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10.11.2011

11:45 Uhr

Griechenland

Papademos verhandelt über Regierungsbildung

In Athen verdichten sich die Anzeichen, dass der frühere EZB-Vizepräsident Lucas Papademos die neue Übergangsregierung führen wird. Er verhandelt mit den Parteispitzen und dem Präsidenten über die Regierungsbildung.

Lucas Papademos hat im Moment beste Aussichten, Ministerpräsident zu werden. dpa

Lucas Papademos hat im Moment beste Aussichten, Ministerpräsident zu werden.

AthenIn Griechenland ist der ehemalige Vize-Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Lucas Papademos, als möglicher neuer Regierungschef ins Rampenlicht gerückt. Der 64-Jährige traf am Donnerstagvormittag am Amtssitz von Staatschef Karolos Papoulias ein, wo die Führer der politischen Parteien über die Bildung einer Übergangsregierung berieten, wie Bilder des griechischen Fernsehens zeigten. Am Mittwoch hatte der in der Schuldenkrise massiv unter Druck geratene Ministerpräsident Giorgos Papandreou offiziell seinen Rücktritt erklärt.

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Er hat sein Land schon mal in bessere Zeiten geführt. Jetzt gilt der frühere EZB-Vize als möglicher Chef einer Übergangsregierung – und als Retter für das am Abgrund stehende Athen.

Papademos, der derzeit an der Universität Harvard in den USA lehrt, war schon Anfang der Woche als möglicher Nachfolger Papandreous an der Spitze einer Übergangsregierung gehandelt worden. Er hatte aber offenbar Forderungen gestellt, die Papandreou zunächst nicht erfüllen wollte. Am Mittwoch hatte deshalb noch Parlamentspräsident Philippos Petsalnikos, ein Vertrauter Papandreous, als aussichtsreichster Kandidat gegolten. Der Chef der rechtsnationalistischen LAOS-Partei, Giorgos Karatzaferis, legte gegen seine Ernennung jedoch Widerspruch ein.

Die Aussichten, dass der in der Finanzwelt hoch geachtete Papademos das Ruder in Griechenland übernehmen könnte, sorgten für ein Kursfeuerwerk an der Athener Börse: Bankaktien stiegen um bis zu 6,7 Prozent.

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