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14.05.2011

10:37 Uhr

Griechenland

"Privatisierung hat Top-Priorität"

Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou will den Fokus auf die Privatisierung von Staatseigentum legen - und beteuerte erneut, dass Griechenland keine Umschuldung vornehmen werde.

Der Premierminister von Griechenland George Papandreou während einer Rede. Quelle: dapd

Der Premierminister von Griechenland George Papandreou während einer Rede.

MailandGriechenland will sich nach Angaben von Ministerpräsident Giorgos Papandreou verstärkt der Privatisierung von Staatseigentum widmen. „Am Anfang waren Privatisierungen nicht unsere Priorität. Jetzt stehen sie ganz oben auf der Agenda. Wir werden beweisen, dass wir in der Lage sind, unseren Schuldendienst mit einer Reihe von Entwicklungsprojekten zu bedienen“, sagte Papandreou am Samstag der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Über einen entsprechenden Plan werde bald abgestimmt. Dabei zählt Papandreou auf die Unterstützung der Opposition und öffentlichen Meinung.

Erneut versicherte der Ministerpräsident des hoch verschuldeten Landes, das am Tropf der EU/IWF-Hilfen hängt, Griechenland werde weder eine Umschuldung vornehmen noch die Euro-Zone verlassen.

Zugleich hofft Papandreou, im kommenden Jahr zumindest teilweise an die Finanzmärkte zurückkehren können. Es sei allerdings nicht an den Griechen, zu entscheiden, wie die Märkte reagierten, sagte Papandreou.

Unterdessen kann der italienische Notenbankchef Mario Draghi bei seiner Kandidatur für die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) auf die Unterstützung Griechenlands zählen. Dies kündigte Papandreou in dem Zeitungsinterview an.

 

Von

rtr

Kommentare (6)

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Seilschlinge

14.05.2011, 12:06 Uhr

Soso.....nochmal schnell Volkseigentum an die Reichen verscherbeln bevor dann doch der Crash kommt.....
Hoffentlich kapiert die Bevölkerung das !
Gibt es stabile Laternenpfähle in Griechenland ?

Morchel

14.05.2011, 13:38 Uhr

Genau so wollte man schnell und eiskalt die Bundesbahn den Zockern übergeben zur persönlichen ausschlachtung um sich noch mal zu bereichern. Man kann nur noch von Lumpeneliten sprechen Wasserwerke Verkaufen, vermieten, LB, man haben die gewütet alein bei der Treuhand sitzen minimum 2000 Jahre Knast am Tisch. nun es ist gegessen wo bekommen wir das nächste fressen Biospriet, bioflächen, hunger auf der Welt.WeihnachtsgalaTommy hilf, Was der Uralb verschwindet immer noch so ein Qatsch keine nimmt das Holz. Woher kommt wachstum für alle ha,ha,ha

KHD

14.05.2011, 13:50 Uhr

Nach Informationen aus Griechenland hat Papandreou noch nicht einmal seine Ministerien im Griff, da sich viele Minister gegen Sparmassnahmen sträuben.
Privatisierungen sind seit Ende 2010 vorgesehen, sind aber mehrfach am Widerstand von Gewerkschaftsvertretern oder anderen Funktionären, die es sich gemütlich eingerichtet haben, gescheitert.
Die Gehälter in den Staatsbetrieben sind utopisch überhöht, an solchen Firmen gibt es keine allzu grosse Nachfrage. Die zum Verkauf anstehenden Immobilien, die von den Behörden selber genutzt werden, sind für Käufer wenig attraktiv, da mit 100%-iger Sicherheit mit Mietausfällen zu rechnen sein wird.
Abgesehen davon, sind bei Werten, die vielleicht noch Käufer interessieren können, wenn keine überhöhten Mitarbeiterentgelte und keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Staat aus dem Kauf des Staatseigentum resultieren, die Preisvorstellungen noch nicht einmal annähernd zu realsieren.
Wo ist der Markt für eine Privatisierung des griechischen Staatseigentums zu den Angebotspreisen?

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