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15.11.2012

11:23 Uhr

Griechenland

Rettung per Luftbuchung

Die Euro-Finanzminister haben Griechenland mehr Zeit für sein Sparprogramm gegeben - und damit eine riesige Finanzlücke gerissen. Die soll aber nur zur Hälfte geschlossen werden - für den Rest gilt das Prinzip Hoffnung.

Demonstranten protestieren in Athen vor dem Parlament gegen den Sparkurs. dpa

Demonstranten protestieren in Athen vor dem Parlament gegen den Sparkurs.

Das Rätsel, wie die Euro-Zone die neuen Finanzlöcher bei der Hilfe für Griechenland füllen will, ohne erneut tief in die Tasche greifen zu müssen, klärt sich allmählich. Die Finanzminister beabsichtigen offenbar, nur die Hälfte der 31 Millarden Euro aus den verschiedensten Töpfen zusammenzukratzen - und die andere Hälfte ungedeckt zu lassen. Das erfuhr das Handelsblatt (Donnerstagsausgabe) von EU-Diplomaten. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte eine an den Verhandlungen beteiligte Person: "Wir werden uns auf 2013 und 2014 konzentrieren. Dabei geht es um eine Summe von etwa 13,5 Milliarden Euro."

Das Griechenland-Hilfspaket reicht nicht aus, weil den Griechen zwei Jahre mehr Zeit gegeben werden soll, ihr Defizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken. Bis 2014 fehlen dadurch nach Berechnungen der Troika aus Vertretern der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des IWF 13,5 Milliarden Euro.

Allerdings ist allen klar, dass sich nach 2014 weitere Finanzlöcher auftun werden. Die Troika nennt dazu die Zahl von 17,6 Milliarden Euro bis 2016. Bis 2020 werde Griechenland noch mehr Geld brauchen, sagten EU-Diplomaten.

Die 13,5-Milliarden-Lücke bis 2014 wollen die Euro-Finanzminister mit mehreren Maßnahmen schließen. Die Option frisches Geld sei vom Tisch, hieß es in Brüssel.

Weiter diskutiert werden nach Aussagen aus deutschen Regierungskreisen mehrere Optionen.

Die griechische Reformbilanz im Überblick. Hier klicken.

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Kommentare (17)

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Account gelöscht!

15.11.2012, 11:32 Uhr

Griechenland muss unabdingbar (so wie alle anderen Pleitestaaten auch) in der Eurozone festgehalten werden!

Der Euro ist absolut notwendig für den Aufrechterhalt eines friedlichen Miteinander. Ohne Euro kein Europa.


Nur der Euro ist ein Garant für Frieden und Wohlstand. Er ist das real gewordene Sinnbild für Völkerverständigung und Gerechtigkeit.

Unsere Politik hat alles dafür getan, dass genau dies so in sämtlichen Medien gepredigt wird, damit dass Volk es auch endlich versteht.

Es gibt keine Krise. Wir durchlaufen nur derzeit einen leicht ungewöhnlichen Prozess, der sich aus dem Unverständnis und der Unvernunft von Leuten ergibt, welche den Sinn der Gemeinschaftswährung noch nicht erkannt haben.

Hier muss unbedingt Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Nur durch Umverteilung von Wohlstand generiert sich Wohlstand für Alle.

Frau Merkel und ihr Politbüro sollten sich schnellstens auf Auslandstour zu unseren europäischen Freunden begeben und diesen endlich beibringen, dass es ihnen ohne Euro viel schlechter ginge.

Wenn dies geschehen ist, muss Frau Merkel nur noch das deutsche Volk wiederholt auf ein paar verlustreiche Jahrzehnte einstimmen, zum Wohle Aller. Geschieht dies nicht, scheitert doch ein politisches Irrsinnsprojekt (Verzeihung, scheitert der Traum von Europa)

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15.11.2012, 11:52 Uhr


Lachnummer ist wohl eine treffendere Zuordnung.

Die 11 Mio Bevölkerung-Konsumluftnummer "EU-Hellas to North-Europe" kriegt keiner mehr in den Griff.

Man sollte halt ein BIP ggfs. mit eigener Produktion/Wirtschaften ( z.B "Bierproduktion" ) untermauern. Nur Konsumkredite alleine reichen zum Überleben in heutiger Zeit landwrtschaftlicher Entmündigung nicht aus. Schon gar nciht für die am Importtropf hängende GR Lebensmittelwirtschaft.

Zu einem späteren Zeitpunkt kommen gewisse Problemländer wieder beim Ausgangspunkt/Startpunkt 70er Jahre an. Viel Spass dann im so gelobten "Gross-Europa".

Zerstört von politischen / wirtschaftlichen /hochkriminellen Dööspaddels und derezit weiterhin dick aufsprechenden "Gröfaz´en".

Account gelöscht!

15.11.2012, 11:53 Uhr

Griechenland sitzt auf rießigen Rohstoffvorkommen, insbesondere Gas (die höchste -sicherlich übertriebene- Werteinschätzung sind 9 Billionen=9000 Mrd!!!!)
Es ist mir unerklärlich warum dieser Reichtum aus allen Diskussionen und "Rettungen" so auffällig und "lautstark" herausgehalten wird. Das sollte doch DIE SChlagzeile sein. Mit den entsprechenden Explorations- und Förderlizenzen könnte Griechenland neue Anleihen besichern, um die sich Anleger reißen würden.
WARUM wird dieses Thema so vehement verschwiegen? Wer steuert das deutsche (europäische) Medienkartell in dieser Frage?

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