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10.09.2012

20:02 Uhr

Griechenland-Rettung

Samaras zwischen den Fronten

11,5 Milliarden Euro - so viel soll die griechische Regierung noch einmal einsparen, um auf weitere Hilfszahlungen aus der Eurozone spekulieren zu dürfen. Die Troika zeigt sich unbeeindruckt von Kompromissangeboten.

Der griechische Premier Antonis Samaras hat in diesen Tagen einige schwere Verhandlungen vor sich. Reuters

Der griechische Premier Antonis Samaras hat in diesen Tagen einige schwere Verhandlungen vor sich.

Athen/BrüsselDie griechische Koalitionsregierung ringt weiter um die von den internationalen Gläubigern geforderten Sparmaßnahmen. Am Montag unterbreitete sie der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) ihre Sparvorschläge. Griechenland muss das Paket am Freitag auch den Euro-Finanzministern vorlegen.

Griechenland soll ein Sparpaket im Umfang von 11,5 Milliarden Euro vorlegen, die Maßnahmen sind allerdings auch innerhalb der Athener Koalition umstritten. Regierungschef Antonis Samaras traf am Montag die beiden deutschen Troika-Experten Matthias Mors für die EU und Klaus Masuch für die EZB sowie den Dänen Poul Thomsen für den IWF.

Finanzminister Giannis Stournaras erklärte nach dem Treffen: "Die Maßnahmen sind schwierig, und wir versuchen, die Troika davon zu überzeugen, dass unsere Argumente korrekt sind. Nach Angaben aus Kreisen des Finanzministeriums sind die Gläubiger "mit den Maßnahmen zur Reform des Staates nicht einverstanden, und sie bestehen auf der Entlassung weiterer Staatsangestellter".

Die Troika-Delegation war am Freitag in Griechenland eingetroffen, um bis Anfang Oktober zu prüfen, ob das von der Staatspleite bedrohte Land tatsächlich die nächste Kredittranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro erhält. Voraussetzung dafür sind die Einsparungen von mindestens 11,5 Milliarden Euro. Für den Fall, dass die Prüfer zu einem negativen Ergebnis kommen, drohen die Gläubiger mit einem Ende der Zahlungen, Athen wäre dann pleite.

Samaras wird am Dienstag in Frankfurt am Main zu Gesprächen mit EZB-Chef Mario Draghi erwartet. Der französische Finanzminister Pierre Moscovici reist am Donnerstag nach Athen. Am Tag darauf soll Griechenland den Angaben aus dem griechischen Finanzministerium zufolge den Sparplan beim Treffen der Eurogruppe in Zyperns Hauptstadt Nikosia vorstellen. Athen muss demnach einen "vollständigen Plan" vorlegen, "unabhängig davon, ob eine Einigung mit der Troika erreicht worden ist oder nicht".

Griechenland

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Bei einem Treffen zwischen Samaras von der konservativen Partei Nea Dimokratia und den Spitzen seiner Regierungskoalition hatte es am späten Sonntagabend keinen Durchbruch im Ringen um das Sparpaket gegeben. Offen sind Medienberichten zufolge noch Einsparungen in Höhe von 2,5 bis drei Milliarden Euro. Für Mittwoch wurde eine neue Runde angesetzt.

Die Bundesregierung macht sich unterdessen nach eigenen Angaben "keine Sorgen". "Wir haben immer gewusst, dass die Arbeit der Troika keine Sache von ein paar Tagen ist", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. In ihrem Bericht müsse die Troika aber am Ende die Umsetzung der Sparmaßnahmen wahrheitsgemäß wiedergeben.

Auch die Eurozone dämpft Hoffnungen auf rasche Beschlüsse zu Griechenland. Ein EU-Diplomat sagte in Brüssel, es sei fraglich, ob es beim nächsten regulären Treffen der Euro-Kassenhüter am 8. Oktober in Luxemburg Beschlüsse geben könne.

Kommentare (5)

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Kalterherberger

10.09.2012, 20:18 Uhr

Offen sind Medienberichten zufolge noch Einsparungen in Höhe von 2,5 bis drei Milliarden Euro.
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Das dürfte doch kein Problem sein. Wie WELT-Online heute (wieder) berichtet, basteln die stolzen Griechen an "Reparationsforderungen" aus dem 2. Weltkrieg gegen Deutschland. Das muss man sich einmal vorstellen!
Die EU ist vollkommen im A****!

Account gelöscht!

10.09.2012, 20:20 Uhr

Das ist doch peinlich. Ich bin so froh, dass ich kein Grieche bin. Ein Leben als Lachnummer. Schade um dies ehemals so ruhmreiche Land.

Account gelöscht!

10.09.2012, 20:58 Uhr


Verdammt , die Demokatie nimmt in allen Staaten Europas schweren Schaden und keiner wagt mehr den Schritt zu einschneidenden Grundreformen, weder der unglaubwuerdige EU Wasserkopf in all seiner bisher einzigartigen Inkompetenz, noch Wackel-/Watschelpolitker mit kriminellen Freunden retten uns wirksam aus dieser anrüchigen gallertartigen Muellmasse.

Da ziechnet sich mittelfristig ein sehr harter Aufschlag für politisch traümende , inaktive Kreise, nicht nur in Hellas, deutlich am Horizonte ab.

Die gr Politik kann nicht von ihrem Besitzstandsdenken lassen ( ist ja keine aufbaufähige Grundreserve vorhanden ).

Samaras legt entweder ein windelweiches Konzept vor oder er wirft das Handtuch.. Ist aber letztendlich egal... Die Mafia in dieser Region hat ihr erstes Ziel erreicht.

-Freie Wähler für ein freies Volk -

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