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22.08.2013

18:31 Uhr

Griechenland

Samaras sagt verschuldeten Griechen Schutz ihrer Häuser zu

Geht es nach Ministerpräsident Samaras, sollen zahlungsunfähige Griechen auch künftig vor Zwangsversteigerungen geschützt sein. Internationale Gläubiger hatten gefordert, das auslaufende Verbot nicht zu verlängern.

Eine Aufhebung des Verbotes sei „nicht verhandelbar“, sagte der Ministerpräsident. dpa

Eine Aufhebung des Verbotes sei „nicht verhandelbar“, sagte der Ministerpräsident.

AthenZahlungsunfähige griechische Hausbesitzer sollen nach dem Willen von Ministerpräsident Antonis Samaras weiterhin vor Zwangsversteigerungen geschützt sein. Schuldner, die ihre Immobilienkredite wegen der Wirtschaftskrise nicht mehr bedienen könnten, müssten auch künftig nicht um ihr Haus fürchten, sagte Samaras am Donnerstag. „Das ist nicht verhandelbar.“ Forderungen internationaler Gläubiger des Krisenlandes, das zum Jahresende auslaufende Verbot von Zwangsversteigerungen nicht zu verlängern, sind auch in der Koalition von Samaras' Konservativen und der Sozialisten umstritten.

Wegen der seit Jahren andauernden Rezession, Gehaltskürzungen und der steigenden Arbeitslosigkeit bleiben die Banken auf immer mehr faulen Krediten sitzen. Zahlen der Zentralbank zufolge waren im Dezember vorigen Jahres 21,4 Prozent der Immobilienkredite notleidend nach 14,9 Prozent im Dezember 2011. Finanzminister Yannis Stournaris warnte vor dem Zusammenbruch von Banken, falls Einschränkungen bei Zwangsversteigerungen nicht gelockert würden.

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Samaras erörterte nach Angaben eines Regierungsvertreters mit dem saudiarabischen Milliardär Prinz Alwaleed bin Talal am Donnerstag Investitionsmöglichkeiten in Griechenland. Bin Talal gehört zu den reichsten Menschen der Welt, ist an Konzernen wie Citigroup und Apple beteiligt sowie Besitzer von Luxushotels in New York, London und Paris.

Von

rtr

Kommentare (20)

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Account gelöscht!

22.08.2013, 18:47 Uhr


Die GR- Bankensanierung schreitet voran schrieb jüngst "Eddie der Griechenlandkenner" und enger Freund aller AfDler .
Jetzt zahlen wir denen auch noch die Kreditkarte.
Kafka, dreh dich bitte nicht gleich um.

Account gelöscht!

22.08.2013, 18:54 Uhr

Das wird die deutschen Schuldner aber wirklich freuen, die gerade per Zwangversteigerung aus ihrem Haus geworfen wurden und künftig - wenn sie wieder Geld verdienen - für die griechischen Schulden bzw. Bürgschaften mit gerade stehen dürfen.

Griechen scheinen irgendwie "gleichere" Leute zu sein, wie der Rest der EUdSSR. Was an Härte allen anderen zugemutet werden kann, kann man den armen Griechen offenbar nicht antun.

Das merkt man übrigens auch auf Staatsebene. Gleichgewichtige Staaten wie Portugal und Irland werden deutlich härter angefaßt, vom Finanzangriff auf die ehemalige Steueroase Zypern ganz zu schweigen.

Ohne daß man die Griechen pleite gehen läßt, wird sich nichts ändern und nichts wirklich "verhandelbar" sein. Das war bei den Griechen übrigens immer so, hier ein Artikel von 1897:

http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/mit-erschrecken-und-mit-wehmut.html

-> liest sich in großen Teil, wie ein Lagebericht von heute!

Dieser ungerechte Umverteilungszirkus auf Staatsebene namens EUdSSR muß zurechtgestutzt werden - er macht Europa und die europäischen Staaten auf Dauer kaputt.

In genau einem Monat ist Wahl. Eine gute Gelegenheit Alternativen auszuprobieren!

Kartenhaus

22.08.2013, 19:05 Uhr

Die Griechen sind grundsätzlich für ihr eigenes Handeln - wenn es denn negativ ausgeht - nicht verantwortlich. Das sehen die so und die Trottel der Eurozone haben die davon auch überzeugt. Bin mal gespannt wann die Billion übersprungen wird.

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