Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.05.2012

16:04 Uhr

Griechenland

Schäuble lehnt Änderungen am Sparprogramm ab

Trotz anstehender Neuwahlen in Griechenland sind für Bundesfinanzminister Schäuble die Sparpläne des Landes nicht verhandelbar. Hellas Bürger müssten entscheiden, was ihnen der Verbleib in der Eurozone wert sei.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble spricht in Brüssel mit dem Kommissar für Wirtschaft und Währung, Olli Rehn. dpa

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble spricht in Brüssel mit dem Kommissar für Wirtschaft und Währung, Olli Rehn.

BrüsselBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Änderungen am Sparprogramm für Griechenland erneut abgelehnt. Die Probleme des Landes rührten nicht daher, dass zuviel gespart worden sei, sagte Schäuble am Dienstag nach dem EU-Finanzministertreffen in Brüssel. Die Vereinbarung mit den internationalen Gebern sei deshalb nicht verhandelbar.

„Die Menschen in Griechenland müssen wissen, dass das, war wir für Griechenland vereinbart und auf den Weg gebracht haben, eine ganz außergewöhnlich Anstrengung ist“, ergänzte er. Die Bürger Griechenlands müssten selbst entscheiden, welchen Preis sie für den Verbleib in der Euro-Zone akzeptierten.

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte am Montagabend erklärt, über das Programm könne mit einer neuen Regierung gesprochen werden. Unter außergewöhnlichen Umständen könne es womöglich ein bisschen geändert werden. Doch seien derzeit keine außergewöhnlichen Umstände zu erkennen.

Juncker hatte zudem betont, die Euro-Länder wollten Griechenland unbedingt in der Währungsunion halten. Doch müsse eine neue Regierung ohne Wenn und Aber zu den Spar- und Reformverpflichtungen stehen.

Die Versuche zur Regierungsbildung in Griechenland waren am Dienstagnachmittag gescheitert. Nun stehen Neuwahlen an, voraussichtlicher Termin dafür ist Mitte Juni. Umfragen zufolge kann das Linksbündnis Syriza damit rechnen, stärkste Kraft zu werden. Syriza will die Sparzusagen an die internationalen Geldgebern nicht einhalten.

Von

rtr

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

svebes

15.05.2012, 16:35 Uhr

...Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker - wann wird dieser Lügner und Betrüger endlich persönlich wegen hemmungslosem Lobbyistentums haftbar gemacht? Dieser klar erkennbare komplette Realitätsverlust, gemischt mit akuter Gefährdung der Bürger Europas, zum Wohle weniger, hätte unter Revolutionszeiten, zu Recht, mit Folter geendet. Seinen Parallelwelt Kollegen wäre es sicher nicht anders ergangen.


MikeM

15.05.2012, 16:43 Uhr

100.000-DM-Schäuble ist da keineswegs besser! Natürlich wird das "Sparprogramm" aufgeweicht. Dafür wird noch mehr Hilfe gezahlt. Alles alternativlos eben! Die Lügner und Betrüger geben sich hier die Klinke in die Hand.

KHD

15.05.2012, 16:47 Uhr

Die Herren Schäuble und Juncker haben ihren Poker und den EURO längst verloren. Sie sind anscheinend die letzten, die dies registrieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×