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14.02.2017

11:34 Uhr

Griechenland

Schlechte Umfragewerte für Tsipras

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wird mit seiner linken Partei Syriza in Griechenland immer unbeliebter. Vier von fünf Griechen halten die wirtschafspolitische Richtung der Regierungskoalition für falsch.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras büßt immer mehr an Popularität ein. dpa

Alexis Tsipras

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras büßt immer mehr an Popularität ein.

AthenDer griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und seine linke Partei Syriza haben deutlich an Popularität verloren. Dies ergibt sich aus einer Umfrage, die am Dienstag in der Athener Tageszeitung „Kathimerini“ veröffentlicht wurde. Demnach rutschte die Zustimmung von rund 35,5 Prozent bei der Parlamentswahl im September 2015 auf jetzt 16,5 Prozent ab. Die Umfrage führte des Meinungsforschungsinstituts der Universität von Thessaloniki durch. Zahlreiche Umfragen hatten in den vergangenen Monaten zu ähnlichen Ergebnissen geführt.

Die konservative Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) wäre demnach mit 33 Prozent (September 2015: 28,1 Prozent) stärkste politische Kraft. Auf Platz drei behaupten sich laut Umfrage die Rechtsextremisten der Goldenen Morgenröte mit 7,5 Prozent. 16,5 Prozent der Befragten sagten, sie könnten sich im Moment nicht entscheiden oder wollten gar nicht wählen gehen.

Griechenlands Schuldenkrise in Zahlen

2012: Staatsverschuldung

305,1 Milliarden Euro (160% des BIP)

2012: Haushaltsdefizit

16,9 Milliarden Euro (8,8% des BIP)

2013: Staatsverschuldung

320,5 Milliarden Euro (178% des BIP)

2013: Haushaltsdefizit

23,5 Milliarden Euro (13% des BIP)

2014: Staatsverschuldung

319,7 Milliarden Euro (180% des BIP)

2014: Haushaltsdefizit

6,5 Milliarden Euro (3,6% des BIP)

2015: Staatsverschuldung

311,5 Milliarden Euro (177% des BIP)

2015: Haushaltsdefizit

12,8 Milliarden Euro (12,8% des BIP)

81 Prozent der Befragten gaben an, mit Tsipras und seiner Koalitionsregierung mit der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen (Anel) bewege sich das Land wirtschaftspolitisch in die falsche Richtung. Die Regierung hatte in den vergangenen Monaten harte Sparmaßnahmen vom Parlament billigen lassen. Die Gläubiger fordern weitere Sparmaßnahmen, um dem finanziell angeschlagenen Land bis 2018 mit bis zu 86 Milliarden Euro unter die Arme zu greifen.

Von

dpa

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