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16.07.2013

11:12 Uhr

Griechenland

Streiks wegen Stellenabbau im öffentlichen Dienst

Um seine Staatsfinanzen zu sanieren will Griechenland den öffentlichen Dienst beschneiden Heißt: Massenentlassungen. Vor allem Lehrer und die Polizei sind im Visier. Dagegen gehen die Griechen nun auf die Straße.

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AthenAus Protest gegen geplante Entlassungen im öffentlichen Dienst haben in Griechenland die größten Gewerkschaften am Dienstag einen umfassenden Streik eingeläutet. In Athen kam der öffentliche Nahverkehr vorübergehend zum Stillstand; viele Behörden blieben geschlossen. Wegen des Ausstands wurde in vielen Orten der Müll nicht abgeholt. Auch Bank-Angestellte legten die Arbeit nieder. Flüge von und nach Athen sollten zeitweise unterbrochen werden, da die Gewerkschaften des Luftfahrtsektors aus Solidarität zu vierstündigen Arbeitsniederlegungen aufriefen. Am Mittwoch soll im Parlament über die jüngsten Zugeständnisse an die internationalen Geldgeber abgestimmt werden. Zu den Sparmaßnahmen gehört der Abbau von Arbeitsplätzen von Lehrern, der Polizei sowie der Kommunalverwaltung.

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Griechenland war die Auszahlung einer weiteren Kredittranche nur unter der Bedingung zugestanden worden, dass die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst gekürzt wird. Bis September sollen nun 12.500 Bedienstete in eine Transfergesellschaft überführt werden - kommen sie nicht innerhalb von acht Monaten in einer anderen Abteilung unter, werden sie entlassen. Bis zum Jahresende sollen insgesamt 25.000 Staatsdiener in diese Transfergesellschaft versetzt werden. Angesichts der Arbeitslosenquote von fast 27 Prozent hatten die Pläne für heftigen Protest gesorgt und die beiden größten Gewerkschaften der Privatwirtschaft und des öffentlichen Dienstes auf den Plan gerufen.

Das Euro-Land musste in den vergangenen Jahren zweimal mit insgesamt 240 Milliarden Euro von seinen Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds vor der Pleite bewahrt werden. Der öffentliche Dienst des Landes gilt als ineffizient und korrupt. Am Donnerstag wird Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zu Gesprächen in Athen erwartet.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

16.07.2013, 16:54 Uhr

Das ist doch NICHTS. DIE werden einfach ein paar neue Abteilungen erfinden und dort all die Beamten aus der Transfergesellschaft parken - und schon stimmt's wieder. Wir zahlen ja.

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