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10.01.2012

15:41 Uhr

Griechenland

Streit um Vermietung antiker Stätten in Athen

Um die Finanznot Griechenlands zu lindern, hat ein Abgeordneter der konservativen Partei einen neuen Vorschlag gemacht: Man solle antike Stätten wie die Akropolis vermieten. Gegner bezeichnen dies als „Schändung“.

Touristen-Magnet Akropolis in Athen. dpa

Touristen-Magnet Akropolis in Athen.

Empörung hat in Griechenland der Vorschlag eines Abgeordneten der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) ausgelöst, das Land solle antike Stätten wie die Akropolis vermieten, um seine Finanznot zu lindern. „Statt die Löhne zu kürzen, sollte die Regierung die Akropolis und andere antike Stätten vermieten - nicht verkaufen“, sagte Gerasimos Giakoumatos dem Athener Radiosender „Vima 99,5“ am Dienstag.

Damit werde zugleich das Problem häufiger Mitarbeiterstreiks gelöst, erklärte der Abgeordnete. In Griechenland kommt es immer wieder vor, dass Touristen wegen Streiks vor geschlossenen Toren antiker Stätten stehen.

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Als „Schändung“ und „Dummheit“ bezeichnete die Traditionalisten-Vereinigung „Oberster Rat der ethnischen Hellenen“ den Vorschlag und forderte, Giakoumatos solle sich entschuldigen. Doch auch Archäologen und Historiker diskutieren in Griechenland schon länger darüber, angesichts des dramatischen Sparzwangs des Staates die Betreuung einiger antiker Stätten an private Institutionen zu übertragen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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10.01.2012, 16:34 Uhr


Griechenland wird tätig, welch ruehrige Vorschlaege. Achtet bitte darauf, dass auch alle Touristen im Juli ihre Faehre bzw Flughafen erreichen bzw sichert die Ankunft.
Sonst wird dieser weitsichtige Anssatz zu Sanierung griechischer Haushalte ad absurdum gefuhrt. just my 2 cents for Greece Health Survival

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