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16.05.2012

21:03 Uhr

Griechenland

Syriza-Chef attackiert Merkel

Kanzlerin Merkel solle das Pokerspiel mit Menschenleben aufhören, so Alexis Tspiras, Vorsitzender der radikalen griechischen Linkspartei Syriza. Sein Bündnis lehnt das Sparprogramm des Landes mit Vehemenz ab.

Der Syriza-Vorsitzende Alexis Tsipras vor einem Treffen in Athen. Reuters

Der Syriza-Vorsitzende Alexis Tsipras vor einem Treffen in Athen.

London/AthenDer Vorsitzende des linksradikalen griechischen Parteienbündnisses Syriza hat die Europäische Union und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf angegriffen. "Wenn die Krankheit des Sparens Griechenland zerstört, wird sie sich auf ganz Europa ausbreiten", sagte Alexis Tsipras am Mittwoch dem britischen Rundfunksender BBC. Die Banken verdienten Geld zulasten der Bürger. "Daher müssen die europäische Führung und besonders Frau Merkel aufhören, mit dem Leben der Menschen Poker zu spielen", sagte Tsipras.

Syriza war bei der Parlamentswahl am 6. Mai auf den zweiten Platz gekommen. Das Bündnis, das zwölf kleine linke Parteien versammelt, lehnt das von den internationalen Kreditgebern verordnete Sparprogramm strikt ab, will das Land aber im Euro halten. Da es keiner der Parteien gelang, eine Regierung zu bilden, wurden am Mittwoch für den 17. Juni Neuwahlen angesetzt. Staatspräsident Karolos Papoulias beauftragte den obersten Verwaltungsrichter des Landes, Panagiotis Pikrammenos, mit der Bildung einer Übergangsregierung.

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Pikrammenos wurde am Abend vereidigt, wie das Staatsfernsehen zeigte. Berichten zufolge will der 67-Jährige sein Kabinett am Donnerstag vorstellen. Als Außenminister wird der Diplomat Petros Moliviatis gehandelt, der das Amt bereits von 2004 bis 2006 innehatte. Als möglicher Finanzminister gilt der bisherige Innenminister Tassos Jianitsis. Der frühere Generalstabschef Frangoulis Frangos könnte neuer Verteidigungsminister werden.

Von

afp

Kommentare (42)

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qas

16.05.2012, 21:15 Uhr

Der Mann quatscht kompletten Blödsinn auf CNN. Der sagt, dass sei eine Europakrise, Griechenland sei nicht dafür verantwortlich und lacht dabei. Behauptungen bei vollkommender Ahnungslosigkeit. Griechenland darf austreten.

Johannes

16.05.2012, 21:26 Uhr

Viele Griechen glauben dem Alexis aber - was ist eigentlich wenn die am 17. Juni gewinnen und sich dann weigern aus der Waehrungsunion auszutreten (Schulden bedienen wird sowieso abgelehnt).
Koennen die Griechen aus der Euro-Waehrungsunion ueberhaupt (gegen ihren Willen) rausgeschmissen werden ??

jpb

16.05.2012, 21:26 Uhr

Wenn dieser Herr Alexis Tsipras Ministerpräsident Griechenlands wird, dann braucht Griechenland den Euro wahrlich nicht mehr. Eine Frechheit den anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.

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