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26.09.2011

01:37 Uhr

Griechenland-Zahlung

Asmussen springt auf die Bremse

Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen wundert sich: In Washington hört er, die Vorbereitung der Privatbeteiligung am Griechenland-Paket solle Mitte Oktober laufen. Tatsächlich sei unklar, ob überhaupt Gelder fließen werden.

So schnell dürfen die Griechen nicht auf Geld hoffen. dpa

So schnell dürfen die Griechen nicht auf Geld hoffen.

WashingtonDie nächste Milliardenzahlung aus dem Griechenland-Hilfspaket der Europäer und des IWF wird nach Einschätzung von Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen vermutlich weiter auf sich warten lassen.

Angesichts der Verzögerungen bei der Prüfaktion der Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission „sehe ich nicht, dass die anstehende Eurogruppe auf ihrer Sitzung am 3. Oktober über die sechste Trance entscheiden wird“, sagte Asmussen am Sonntag auf einem Empfang der Staatsbank KfW am Rande der IWF-Jahrestagung in Washington. Er machte noch einmal deutlich, dass durchaus noch nicht gesichert ist, dass diese Milliardengelder am Ende auch tatsächlich fließen werden.

„Solidarität ist keine Einbahnstraße“, mahnte Asmussen. Die europäischen Partner und der IWF hätten dem Land nur unter der Bedingung Finanzhilfen zugesagt, dass es Anpassungen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik vornehme. Entscheidend sei nun, was die Troika-Mission zur Einhaltung dieser griechischen Zusagen befinde.

„Die nächste Zahlung (aus dem Hilfspaket) wird es nicht geben, bevor die Troika-Mission abgeschlossen ist und auch nicht, wenn sie nicht von den Maßnahmen überzeugt ist, die Griechenland ergriffen und umgesetzt hat“, sagte Asmussen.

Zudem widersprach er Erwartungen, dass der Anleihentausch, der Teil des geplanten zweiten Hilfspakets für Griechenland und der das Instrument für die umstrittene Beteiligung der privaten Banken an den Hilfen ist, schon bald umgesetzt wird. „Ich war überrascht über eine Erklärung, die hier in Washington abgegeben worden ist, nach der der Anleihentausch zur Vorbereitung der Privatbeteiligung Mitte Oktober laufen soll“, erklärte der Staatssekretär. „Das ist reine Spekulation, denn ein solches fixiertes Datum gibt es noch nicht“, stellte er klar.

Griechenland bemüht sich derzeit fieberhaft darum, seine Partner davon zu überzeugen, dass es die Bedingungen für eine weitere Zahlung aus dem Hilfspaket für das Land erfüllt. Am Rande der IWF-Konferenz hatte Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos neben vielen anderen auch mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gesprochen.

Ohne die Milliardenzahlung der europäischen Partner und des IWF steuert das Land auf massive Zahlungsprobleme zu.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

26.09.2011, 08:49 Uhr

Wir bekommen natürlich zu hören was wir hören wollen , sie versprechen uns das blaue vom himmel , was dann eingehalten wird ist ein Bruchteil des Versprochenen .

Wir brauchen ein Exempel , wir brauchen ein beispiel was mit einem Land passiert das sein Finanzsystem nur auf schulden basieren lässt .
Griechenland MUSS Pleite gehen , besser ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende .

Pendler

26.09.2011, 09:00 Uhr

### Wir befürworten den Ruasschmiss von Griechenland aus dem Euro ###

PLEITE ist GR schon lange und eine Disziplinarmaßnahme kann es nur hilfreich sein für die anderen Dolce-Vita Staaten, wenn sie sehen, dass wir in Dt. keinen Bock für Halligalli im Knoblauchgürtel haben.

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