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08.04.2016

15:23 Uhr

Griechenlandkrise

Hafen von Piräus geht an chinesische Reederei

Eine weitere Privatisierung griechischer Staatsbeteiligungen ist unter Dach und Fach: Der Hafen von Piräus geht an den chinesischen Reederei-Konzern Cosco. Er verpflichtet sich zu Investitionen von 350 Millionen Euro.

Griechenland erhält für den Anteil von 67 Prozent am Hafen von Piräus 368,5 Millionen Euro. dpa

Containerhafen von Piräus

Griechenland erhält für den Anteil von 67 Prozent am Hafen von Piräus 368,5 Millionen Euro.

AthenDer chinesische Reederei-Konzern Cosco übernimmt die Mehrheit des Hafens im griechischen Piräus. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten am Freitag der Chef des chinesischen Unternehmens, Xu Lirong, und Regierungsvertreter in Anwesenheit von Ministerpräsident Alexis Tsipras, wie Griechenlands Staatsfernsehen ERT berichtete. „Die Seidenstraße wird damit kürzer“, zitierte das Staatsfernsehen Tsipras.

Das wirtschaftlich stark angeschlagene Griechenland erhält für den Anteil von 67 Prozent nach Angaben des Privatisierungsfonds Taiped 368,5 Millionen Euro. Zudem verpflichte sich Cosco zu Investitionen von 350 Millionen Euro im Hafen von Piräus. Damit ist eine weitere Privatisierung unter Dach und Dach.

Allerdings sei das angestrebte Ziel Athens, insgesamt 50 Milliarden Euro durch Verkäufe staatlicher Beteiligungen zu erzielen, noch in weiter Ferne, berichtete die griechische Presse. Bislang seien so nicht mehr als drei Milliarden Euro in die Staatskasse geflossen.

Von

dpa

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