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17.06.2015

11:10 Uhr

Griechische Notenbank schürt die Ängste

Mit dem Grexit kommt das Chaos

Die griechische Zentralbank warnt vor dem Euro-Aus für Athen: Sollten die Gespräche der griechischen Regierung mit den Geldgebern nun scheitern, bedeute das den Austritt aus der Euro-Zone und womöglich auch aus der EU.

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AthenDie griechische Zentralbank hat eindringlich vor einem Scheitern der Verhandlungen im Schuldenstreit der Regierung mit den internationalen Geldgebern gewarnt. Dies wäre der Beginn eines schmerzvollen Weges, der das klamme Mittelmeer-Land in die Pleite und aus der Euro-Zone und wahrscheinlich auch aus der EU führe, erklärte sie am Mittwoch.

Eine Einigung mit den Euro-Partnern und dem IWF sei eine historische Notwendigkeit. Zumal ein Kompromiss in wichtigen Fragen bereits gefunden sei und nur noch wenige Probleme ausgeräumt werden müssten. Das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit müsse ein für allemal vermieden werden.

Die Zentralbank warnte weiter, dass sich der wirtschaftliche Abschwung im zweiten Quartal wohl beschleunigen werde. Zudem habe die anhaltende Krise dazu geführt, dass von Oktober bis April rund 30 Milliarden Euro an Einlagen von den griechischen Banken abgezogen worden seien.

Griechenland und seine Geldgeber stehen unter hohem Zeitdruck, ihren Schuldenstreit beizulegen. Das laufende Hilfsprogramm, auf dessen Basis die Regierung in Athen auf kurzfristige Zahlungen von rund 7,2 Milliarden Euro hofft, läuft Ende des Monats aus. Das Geld fließt nur, wenn Griechenland Reformen zusagt und umsetzt. Darüber wird heftig gestritten. Ohne Einigung droht dem Euro-Land die Pleite.

Ein Scheitern der Verhandlungen mit den Geldgebern würde nach Einschätzung der griechischen Zentralbank in den Grexit führen, heißt es in einer Mitteilung.

Von

rtr

Kommentare (37)

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Herr Josef Schmidt

17.06.2015, 11:29 Uhr

Es wird kein Grexit geben denn nur die Griechen selbst entscheiden über deren Verbleib in der Eurozone unabhängig von einer Pleite. Wenn die EU eine Pleite haben will dann bekommt sie die aber GR kann weiterhin in der EU und Eurozone bleiben.

Sie wären dumm wenn sie nicht auf einem Schuldenschnitt pochen denn sie halten alle Asse im Ärmel und je später die Einigung oder die Pleite kommt umso teuerer wird es für die EU. Sie haben also nichts zu verlieren.

Herr Hedge Fonds

17.06.2015, 11:55 Uhr

Grundsätzlich haben Sie mit Ihrer Aussage recht. Bei solchen Summen und politischer Relevanz würden einfach die Verträge geändert werden, womit ein Rauschmiss kein Problem wäre.

Anhand des aktuellsten Urteils ist schön zu erkennen, dass diese von Regierungen vorgegeben werden.

Ein mögliches Szenario wäre bei kommenden Neuwahlen einen Gesetzeserlass zur Vertretung eines EU-Staates im Machtübergang bei wichtigen Entscheidungen zu beschließen und damit wäre die Thematik erledigt.

Schönen Tag!

Frau Nelly Sachse

17.06.2015, 11:56 Uhr

Letztendlich wird Merkel zu Kreuze kriechen. Alternativlos. Daß Tsipras und Co. und die ganze Welt über das Geschachere inzwischen lauthals lacht, bekommt sie nicht mehr mit. Mit ihrem Euro-Fanatismus steht sie den Islamisten in nichts nach.

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