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17.09.2012

13:45 Uhr

Griechische Proteste

Öffentlicher Dienst streikt unbefristet

Der griechische Öffentliche Dienst hat aus Protest gegen den Sparkurs gestreikt. Tausende Ärzte, Richter und Professoren legten unbefristet die Arbeit nieder. Athen will weitere Einsparungen in Milliardenhöhe beschließen.

Griechische Streiks hören nicht auf, hier sind es Schiffsbauer. dpa

Griechische Streiks hören nicht auf, hier sind es Schiffsbauer.

AthenViele Griechen im Öffentlichen Dienst haben am Montag aus Protest gegen die neuen Sparvorschläge der Regierung die Arbeit niedergelegt. Über 22.000 Ärzte in Krankenhäusern begannen einen unbefristeten Streik, um gegen unbezahlte Überstunden zu protestieren. Nur Notfälle wollen die Mediziner behandeln.

Universitätsprofessoren und Richter wollen bis Monatsende in den Ausstand gehen, um sich gegen weitere Gehaltskürzungen zur Wehr zu setzen. Die Regierung will in den kommenden zehn Tagen weitere Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro beschließen, um Griechenlands internationale Geldgeber zufriedenzustellen.

Griechenlands Gewerkschaften haben für den 26. September einen landesweiten Streik gegen die Reformwünsche der sogenannten Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) angekündigt. Neben den Einsparungen fordert die Troika von Griechenland als Gegenleistung für weitere Hilfszahlungen einen späteren Renteneintritt, Gehalts- und Rentenkürzungen sowie die Sechs-Tage-Woche.

Zudem sollen etwa 15.000 Stellen im Öffentlichen Dienst wegfallen. Ende September oder Anfang Oktober will sich die Troika zu Griechenlands Reformfortschritten äußern.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

17.09.2012, 14:11 Uhr

Gut, weiter so und mehr davon. Wenn Schäuble und Merkel schon die Meinung der Deutschen ignorieren, an den Protesten in Griechenland und zunehmend auch in Portugal und Spanien werden sie nicht wortlos herum kommen.

Das wird ein spannender Herbst.

Account gelöscht!

17.09.2012, 14:25 Uhr

Sehe das genauso – das System M kann ja den Euro retten, koste was es wolle – aber Griechen und Spaniern kann es keine Arbeit besorgen...

Dimitrov

17.09.2012, 14:26 Uhr

Richtig so.... das Beste was der griechischen Bevölkerung passieren kann, ist der Austritt Griechenlands aus der Eurozone... von all den Rettungsversuchen profitieren nur die Finanzhaie und nicht die Bevölkerung Griechenland, aber auch nicht der Steuerzahler, die Rentner und Sparer in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Griechenland braucht einen Neuanfang. Die Regierungen müssen endlich lernen wie Unternehmen zu agieren. Jeder Unternehmer muss am Ende des Tages eine Entscheidung treffen, die sein Unternehmen im internationalen Vergleich über Wasser hält. Manchmal müssen es eben auch harte Entscheidungen sein, die das überleben des Unternehmens (hier des Euros) sichern. Und dies bekommt die Politik nicht hin... sie wollen die Rettung des Euros für alle Länder um jeden Preis... Das ist keine ökonomische Entscheidung...

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