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26.07.2012

15:55 Uhr

Griechische Sparpläne

Der Kampf um den Verbleib in der Euro-Zone

Während der Ton in der Koalition gegenüber Griechenland immer rauer wird, will die griechische Regierung Handlungsfähigkeit beweisen. Im Kampf um den Verbleib in der Euro-Zone haben die Griechen einen Partner: die EZB.

Griechenland macht sich für den Kampf bereit: Die Regierung präsentiert der Troika einen neuen Sparplan. dpa

Griechenland macht sich für den Kampf bereit: Die Regierung präsentiert der Troika einen neuen Sparplan.

AthenGriechenland versucht, mit Milliarden-Einsparungen die drohende Zahlungsunfähigkeit und sein Aus als Euro-Land abzuwenden. Nach Angaben aus dem Finanzministerium will die Regierung des Landes am Donnerstag der Gläubiger-Troika aus EZB, EU-Kommission und IWF einen Sparplan für die Jahre 2013 und 2014 mit einem Volumen von 11,7 Milliarden präsentieren.

Der bayerische Finanzminister Markus Söder glaubt jedoch nicht mehr daran, dass Griechenland das Ruder noch herumreißen kann. Der CSU-Politiker plädierte für einen geordneten Austritt des Landes aus der Euro-Zone. Erfülle das Land nicht seine Spar- und Reformauflagen, dürfe es kein neues Geld mehr geben. Auch bei den Griechen schwindet das Vertrauen. Sie zogen im Juni weitere Milliarden von den Banken ab.

Ministerpräsident Antonio Samaras besprach das Sparpaket am Mittag mit seinen beiden Koalitionspartnern. Anschließend war ein Gespräch mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso angesetzt. In dessen Zentrum dürfte die Frage stehen, ob die Euro-Partner Griechenland entgegenkommen, um die zugesagten Spar- und Reformziele zeitlich etwas strecken zu können.

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Klar ist bereits, dass das Land insbesondere wegen der zwei Wahlen in den letzten Monaten bei der Zielerfüllung hinterherhinkt. Derzeit untersucht die Troika, ob sie dennoch die Freigabe von gut 30 Milliarden Euro an Hilfsgeldern des IWF und des Rettungsfonds EFSF empfehlen kann.

In der schwarz-gelben Regierungskoalition in Deutschland mehren sich die Stimmen, die keinen Raum mehr für Zugeständnisse an Griechenland sehen und notfalls dessen Ausstieg aus der Euro-Zone riskieren wollen. Er glaube nicht, „dass die Lösung darin liegt Griechenland mehr Geld zu geben, sondern das Griechenland aus der Euro-Zone austritt", sagte der CSU-Politiker Söder im Deutschlandfunk. Wenn Griechenland seine Zusagen nicht einhalte, sei der Punkt erreicht, an dem es „keine Lockerung der Bedingungen, keine neuen Verhandlungen und erst recht kein neues Geld" mehr geben könne.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sagte, es könne keine Leistung ohne Gegenleistung geben. Entscheidend dafür, ob es für das Land weitere Hilfen gebe, sei der Bericht der Troika. „Über die Zukunft Griechenlands entscheidet Griechenland selbst", sagte er der "Rheinischen Post".

Kommentare (13)

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Tabu

26.07.2012, 16:16 Uhr

da versuchen sich aber viele daran,immer wieder
dasselbe Thema aufzuwärmen in copy und paste.
Damit werden andere rasant ins Archiv gedrückt samt der
Foristenmeinung..

Account gelöscht!

26.07.2012, 16:18 Uhr

"Griechenland versucht, mit Milliarden-Einsparungen die drohende Zahlungsunfähigkeit und sein Aus als Euro-Land abzuwenden. Nach Angaben aus dem Finanzministerium will die Regierung des Landes am Donnerstag der Gläubiger-Troika aus EZB, EU-Kommission und IWF einen Sparplan für die Jahre 2013 und 2014 mit einem Volumen von 11,7 Milliarden präsentieren."

Papier ist geduldig. Wenn dann aber, völlig unvorhersehbar, der Konsum weiter einbricht oder sich die Rezssion verschärft, konnte ja niemand ahnen, oder? Auf dieser Schiene fahren die griechischen Politiker seit Beginn der Krise, zu Anfang war die Rede von einem kleinen, zweistelligen Milliardenbetrag.

Account gelöscht!

26.07.2012, 16:45 Uhr

Keine neue Pläne mehr. Der Grexit muss jetzt beschlossen und zum Ende des Jahres durchgeführt werden. Griechenland WILL ES NICHT schaffen. Irland brauchte 110 Mrd und sind schon fast am Ziel, obwohl sie später gerettet wurden. Portugal brauchte 78 Mrd. und hat jetzt schon sein Defizit um 47% reduziert, Flughäfen, Seehäfen, Banken und Beteligungen wurden schon privatisiert. Alle strengen sich an und jedesmal wenn die Troika die Bücher in Griechenland überprüfen muss, kollabieren alle anderen Staaten und die Märkte verfallen in Panik. Athen ist nicht zu retten-mit den 240 Mrd, welche man für Griechenland ausgibt, könnte man den spanischen Bankensektor zweimal refinanzieren! Merkel muss den sofortigen GREXIT FORDERN.

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