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01.10.2014

12:33 Uhr

Grober Fehler

Irakische Piloten werfen Nachschub über IS-Gebiet ab

Die irakische Armee hat sich einem Medienbericht zufolge einen groben Schnitzer im Kampf gegen die Terrormiliz IS geleistet. Nahrung, Wasser und Munition wurden aus Versehen über Feindesland abgeworfen.

IS-Terroristen haben in der irakischen Region Al-Anbar von einem Fehler der Regierungstruppen profitiert. ap

IS-Terroristen haben in der irakischen Region Al-Anbar von einem Fehler der Regierungstruppen profitiert.

Irakische Militärpiloten haben offenbar aus Versehen Nahrung, Wasser und Munition über einem Gebiet abgeworfen, das von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) kontrolliert wird. Das berichten die NBC News unter Berufung auf einen irakischen General.

Eigentlich hätte der Nachschub eingeschlossene Soldaten der irakischen Armee erreichen sollen, die IS-Extremisten in Saglawyah und dem Dorf Al-Sijar in der westlichen Provinz Al-Anbar bekämpft hatten. Stattdessen erreichten die Güter die IS-Milizen.

Wer den Kampf gegen IS anführt

USA

Als federführende Macht im Bündnis haben die USA bereits Dutzende Luftangriffe auf IS-Ziele im Irak und in Syrien geflogen. Washington schickte zudem Militärberater, Versorgungsgüter und humanitäre Hilfe, um irakischen und kurdischen Truppen im Kampf gegen die Extremisten unter die Arme zu greifen.

Die Golfstaaten

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain haben sich an Luftangriffen auf IS-Stellungen in Syrien beteiligt. Ein vierter Akteur, Katar, hat laut Pentagon eine unterstützende Rolle inne. Die Emirate und Katar haben ihre Luftwaffenbasen zudem als Rampe für die Anti-IS-Offensive zur Verfügung gestellt. Ebenfalls beteiligte US-Marineschiffe wurden der im Bahrain stationierten Fünften Flotte der Navy zugeteilt. Saudi-Arabien hat sich zudem als Gastgeberland für die Ausbildung moderater syrischer Rebellen angeboten.

Jordanien

Jordanien hat schon selbst Luftangriffe gegen IS-Stellungen geflogen. Anhaltende Grenzverletzungen hätten diesen Schritt nötig gemacht, teilte Regierungssprecher Mohammed Al-Momani mit. Details über die Operationen gab das Königreich zwar nicht preis. Doch hieß es, die Luftangriffe sollen Jordaniens Sicherheit gewährleisten.

Ägypten

Eine konkrete Beteiligung an den Luftangriffen gegen die IS-Miliz hat Kairo zwar bislang nicht in Aussicht gestellt. Doch bekräftigte Präsident Abdel-Fattah al-Sisi kürzlich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP die „umfassende Bereitschaft zur Unterstützung“ der Anti-IS-Koalition. „Wir werden alles tun, was erforderlich ist“, versprach er.

Israel

Das Land hilft vor allem im Verborgenen: Die USA erhielten von Israel geheimdienstliche Einschätzungen und konkrete Erkenntnisse über die IS-Miliz, sagt ein Gewährsmann im Verteidigungsministerium. Dies sei Teil der anhaltenden bilateralen Geheimdienstkooperation. Im Übrigen sei Israel nicht um einen Beitrag gebeten worden, der darüber hinausginge.

Großbritannien

Über dem Irak operieren britische „Tornado“-Jagdbomber, unterstützt von Tankflugzeugen und Signalaufklärung, teilte die Regierung in London mit. Britischen Medien zufolge stehen zudem auf Zypern sechs Kampfjets in Bereitschaft. Angaben über deren Zahl will das Militär jedoch nicht nennen. Die „Tornado“-Jets erweiterten die Fähigkeit der Anti-IS-Koalition, bewegliche Ziele ins Visier zu nehmen, erklärt Ben Goodland. Zudem stehen den Briten zwei Langstreckenwaffensysteme zur Verfügung: Tornado-Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow sowie U-Boot-gestützte Tomahawk-Geschosse.

Frankreich

Seit dem Eintritt in die Anti-IS-Koalition am 19. September hat das französische Militär zweimal Luftangriffe im Irak geflogen. Dabei feuerten Rafale-Kampfjets lasergesteuerte Bomben auf Munitionslager und Militärgerät ab, zunächst nahe Mossul und am Donnerstag unweit von Falludscha. Koordiniert wird das Ganze von einem französischen Luftwaffenstützpunkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus. Auf der Basis sind 750 Militärangehörige und sechs Rafale-Kampfjets stationiert.

Deutschland

Eine deutsche Beteiligung an den Luftangriffen gegen die IS-Miliz soll es nicht geben. Allerdings unterstützt die Bundesregierung die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im irakischen Erbil mit Waffen. Einige von ihnen werden in Deutschland von der Bundeswehr ausgebildet. In Erbil schulen zudem deutsche Soldaten die Peschmerga-Kämpfer im Umgang mit Waffen.

Belgien

Das Land will sechs F-16-Mehrzweckkampfjets und ein Hilfsteam mit 120 Personen, darunter acht Piloten, in Jordanien stationieren. Sie haben ein Mandat für einmonatige Operationen im Irak. Eine Verlängerung wäre bei Zustimmung des belgischen Parlaments möglich.

Dänemark

Kopenhagen hat sieben F-16-Kampfjets, Piloten und Hilfspersonal im Kampf gegen die Dschihadisten versprochen. Ihre Einsatzzeit beträgt zwölf Monate. Washington bat Dänemark auch um die Entsendung von Militärausbildern in den Irak gebeten. Dort sollen sie irakische und kurdische Sicherheitskräfte im Bodenkampf gegen die IS-Milizen schulen.

Kanada

Ottawa hat rund 70 Elitesoldaten abgestellt, die kurdische Truppen im Nordirak beraten sollen. Noch diese Woche will das Kabinett von Premierminister Stephen Harper zudem eine US-Bitte um Teilnahme an den Luftangriffen gegen IS-Stellungen prüfen. Kanada hat bereits zwei Militärfrachtflugzeuge beigesteuert, die Waffen für die kurdischen Kämpfern geladen hatten.

Australien

Ein Luftwaffenkontingent, darunter acht F/A-18-Kampfjets vom Typ Hornet und zwei Unterstützungsflugzeuge, hat Canberra bereits in die Vereinigten Arabischen Emirate geschickt. Mit dabei sind auch 600 Soldaten, die meisten von ihnen Mitglieder der Luftwaffe. Es wird erwartet, dass die australischen Kampfjets an Einsätzen gegen die IS-Miliz im Irak teilnehmen. Die Regierung von Premierminister Tony Abbott hat sich jedoch noch nicht auf eine Kampfrolle festgelegt.

Hakim Al-Zamili, ein Mitglied des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses im irakischen Parlament, bedauert den Vorfall: „Unsere Soldaten hatten den Nachschub bitter nötig. Aber wegen der Fehlplanung der Kommandeure und dem Mangel an Erfahrung bei den Piloten haben wir IS-Kämpfern auf gewisse Art und Weise geholfen, unsere Soldaten zu töten“, sagte er NBC News.

Der Vorfall soll sich bereits am 19. September ereignet haben. Eine interne Untersuchung soll die Gründe des groben Fehlers aufdecken.

Von

anm

Kommentare (7)

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Herr Vittorio Queri

01.10.2014, 13:22 Uhr

>> Nahrung, Wasser und Munition wurden aus Versehen über Feindesland abgeworfen. <<

Na na, wer behauptet denn sowas...?

Es war Bakschisch im Spiel.......der Nachschub war von den IS-Kämpfern bezahlt !

In Fakelaki-Ländern ist so was Gang und Gäbe !



Sergio Puntila

01.10.2014, 13:36 Uhr

So: und nun sehen wir uns einfach mal die Hilfslieferungen der Bundesregierung für die IS in Sachen Peschmerga einfach mal etwas genauer an.
Das waren immerhin 70 Millionen Euronen, die die Bundesregierung der IS hat zukommen lassen.

Sauber.

Und die Grünen finden immer noch, das sei zuwenig gewesen.

Das sollen sich die Grünen aber selbst erklären wofür sie öffentlich die Entscheidung der Bundesregierung abgenickt hatten.

Herr Theo Gantenbein

01.10.2014, 13:37 Uhr

Moment, das geht aber jetzt nicht.
Für grobe Schnitzer sind noch immer WIR zuständig!

Ihre Bundeswehr

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