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11.01.2011

19:28 Uhr

Größerer Rettungsschirm

Euro-Rettung wird zum Fass ohne Boden

Die Schuldenkrise hält Europa in Atem. Noch ist nicht ausgemacht, ob auch Portugal die Hilfe benötigt. Dafür würde das Kreditvolumen des Euro-Rettungsschirms noch ausreichen. Doch was wäre, wenn die Krise auf Belgien oder das Schwergewicht Spanien übergreifen sollte? Die Euro-Staaten sind alarmiert und schmieden bereits neue Rettungspläne, wie aus EU-Kreisen verlautete.

Wie lange hilft der EU-Rettungsschirm noch? dpa

Wie lange hilft der EU-Rettungsschirm noch?

HB BRÜSSEL. Die Euro-Staaten wollen demnach das Kreditvolumen des Euro-Rettungsschirms vergrößern. Das Thema werde bei der Sitzung der Finanzminister der Euro-Länder am Montagabend auf den Tisch kommen, sagte eine mit den Vorbereitungen vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Mit einer endgültigen Entscheidung sei aber noch nicht zu rechnen. Die Eurogruppe wird am Montag aber vor allem über die Lage Portugals beraten. Alle Augen richten sich auf die Anleiheauktion des Landes am Mittwoch.

Ein anderer Insider erklärte, es sei umstritten, ob der Garantierahmen von ursprünglich 440 Milliarden Euro erhöht werden soll. „Einige Mitgliedstaaten wollen den Schirm am liebsten verdoppeln oder verdreifachen, andere Mitgliedstaaten wollen über die 440 Milliarden Euro nicht hinausgehen.“ Dazu gehöre Deutschland als größter Garantiegeber. Aber auch die Niederlande, Finnland und die Slowakei hätten damit Probleme.

Der Euro-Rettungsfonds, der offiziell Europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) heißt, wurde im Mai als Reaktion auf die Schuldenkrise Griechenlands geschaffen. Der auf drei Jahre befristete Garantierahmen der Euro-Staaten umfasste ursprünglich 440 Milliarden Euro. Um von den Ratingagenturen die Bestnote „AAA“ zu erhalten, mussten aber einige Bedingungen erfüllt werden, die das verfügbare Kreditvolumen den Kreisen zufolge auf etwa 250 Milliarden Euro reduzierten.

Irland kann als erstes Land Kredite über insgesamt 22,5 Milliarden Euro in Anspruch nehmen. Trotz offizieller Dementis rechnen die Euro-Länder damit, dass Portugal als nächstes versorgt werden muss. Auch dafür würden die Mittel bei Weitem noch ausreichen. Fraglich ist aber, ob das Rettungsnetz noch hält, wenn die Schuldenkrise auf Belgien oder das Schwergewicht Spanien übergreifen sollte.

Kommentare (18)

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Eurobankrotteure

11.01.2011, 20:44 Uhr

Der deutsche Wähler wird keine Transferunion und einen inflationierten Euro akzeptieren.
Das MUSS allen EU-Protagonisten und bankstern glasklar sein!
WiR ZAHLEN NiCHT MEHR FÜR DiE RETTUNG VON DEUTSCHEN UND FRANZÖSiSCHEN bANKEN - HiER iST JETZT ENDE DER FAHNENSTANGE - DAS VERTRAUEN iN DiE EU UND VOR ALLEM iN DEN EURO iST ENDGÜLTiG AUFGEbRAUCHT!

Kehrt endlich aus dieser Sachgasse um - zurück zur D-Mark und sofortiger EU-Austritt Deutschlands.

celsius

11.01.2011, 20:47 Uhr

belgien sollte wohl das kleinste Problem sein. Ruck zuck ist das Land aufgeteilt.

Thomas Melber, Stuttgart

11.01.2011, 20:57 Uhr

Es wird nun Zeit für das Urteil des bVerfG zur Transferunion, welche übrigens klar verfassungs- und EU-vertragswidrig ist. Daß man da überhaupt noch klagen muß ...

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