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17.04.2015

19:25 Uhr

Großbritannien

Labour-Chef legt in Umfragen zu

In drei Wochen wählt Großbritannien ein neues Parlament. Labour-Chef Ed Miliband macht nach einer Fernsehdebatte Boden gut – und fordert David Cameron erneut zu einem TV-Duell heraus. Doch der Premierminister kneift.

Eine Blitzumfrage nach der jüngsten Fernsehdebatte vom Donnerstagabend ergab, dass sich der Labourchef nach Meinung der Befragten von allen Politikern am besten schlug. AFP

Ed Miliband

Eine Blitzumfrage nach der jüngsten Fernsehdebatte vom Donnerstagabend ergab, dass sich der Labourchef nach Meinung der Befragten von allen Politikern am besten schlug.

LondonKnapp drei Wochen vor der Parlamentswahl in Großbritannien macht Oppositionsführer Ed Miliband verlorenes Terrain gut. Eine Blitzumfrage nach der jüngsten Fernsehdebatte vom Donnerstagabend ergab, dass sich der Labourchef nach Meinung der Befragten von allen Politikern am besten schlug. In einer anderen Umfrage zu seiner Tauglichkeit als Regierungschef steigerte sich Miliband um fünf Prozentpunkte.

In der Debatte warf die Chefin der Schottischen Nationalpartei (SNP), Nicola Sturgeon, Labour als größter Oppositionspartei vor, dass sich ihr Wahlprogramm kaum von dem der regierenden Tories unterscheide. An Miliband gerichtet sagte sie, seine Partei sei eine „Light-Version“ der Konservativen von Premierminister David Cameron.

Sturgeon bot sich Miliband dennoch erneut als Koalitionspartnerin an, wenn bei der Wahl am 7. Mai weder die Tories noch Labour eine absolute Mehrheit erringen sollten. „Wir haben die Chance, David Cameron aus der Downing Street zu werfen. Verschließen Sie sich dem nicht, das werden Ihnen die Leute nie verzeihen“, forderte die SNP-Chefin Miliband auf. „Ich fürchte, die Antwort lautet Nein“, entgegnete der Labour-Chef jedoch. Er rief die Wähler auf, seiner Partei eine eigene Mehrheit zu verschaffen.

Miliband warf Sturgeon vor, sie wolle ein erneutes Referendum über eine Abspaltung Schottlands von Großbritannien organisieren und damit das Land spalten. Beim ersten Referendum im September waren die Unabhängigkeitsbefürworter knapp gescheitert. Labour muss Umfragen zufolge befürchten, in Schottland den Großteil ihrer Sitze an die SNP zu verlieren.

Neben Miliband und Sturgeon stellten sich auch der Chef der europakritischen UK Independence Party (Ukip), Nigel Farage, Grünen-Chefin Natalie Bennett und die Vorsitzende der walisischen Partei Plaid Cymru, Leanne Wood, den von den Zuschauern eingereichten Fragen zu Themen wie Einwanderung, Verteidigung und Staatsausgaben. Farage warf den Vertretern der anderen Parteien vor, „professionelle Karrierepolitiker“ zu sein.

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