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08.09.2016

15:04 Uhr

Großbritanniens EU-Austritt

London und Brüssel sind uneins über Brexit

Sauberer Schnitt oder Trennung auf Raten? Die britische Premierministerin Theresa May will den EU-Austritt nicht überstürzen – doch EU-Ratspräsident Donald Tusk macht Druck.

Auch nach ihrem Gespräch haben EU-Ratspräsident Donald Tusk und die britische Ministerpräsidentin Theresa May unterschiedliche Vorstellung über das Tempo beim EU-Austritt. dpa

Donald Tusk in London

Auch nach ihrem Gespräch haben EU-Ratspräsident Donald Tusk und die britische Ministerpräsidentin Theresa May unterschiedliche Vorstellung über das Tempo beim EU-Austritt.

LondonBeim ersten Treffen zwischen der britischen Premierministerin Theresa May und EU-Ratspräsident Donald Tusk seit dem Brexit-Referendum sind unterschiedliche Vorstellung über das Tempo des britischen EU-Austritts deutlich geworden. Noch vor dem Gespräch am Donnerstag in London erklärte Tusk über Twitter, es sei im Interesse aller, wenn die Verhandlungen so bald wie möglich begännen. "Die Briten sind am Zug." Dagegen erklärte Mays Sprecherin nach dem Gespräch, der EU sei offenbar klar, dass die Briten erst eine Verhandlungsposition schaffen müssten, bevor die Trennung beginnen könne. Es sei nicht der Eindruck entstanden, dass die Briten unter Druck gesetzt würden.

Die Briten hatten am 23. Juni in einer Volksbefragung überraschend für den Austritt aus der Europäische Union gestimmt. Diese ist für eine schnelle Trennung, unter anderem weil befürchtet wird, dass eine längere Phase der Unsicherheit Investoren verschrecken könne. May hat dagegen angekündigt, das Verfahren in diesem Jahr nicht mehr formell eröffnen zu wollen.

Von

rtr

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