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12.12.2012

08:18 Uhr

„Großer Schritt“

USA erkennen syrische Opposition an

Große Konferenz der Syrien-„Freundesgruppe“ in Marrakesch: Die Opposition soll aufgewertet werden, die USA erkennen sie als legitime Vertretung an. Deutschland stellt mehr als 20 Millionen Euro für Hilfsprojekte bereit.

Barack Obama betont, dass die Anerkennung der syrischen Opposition auch Verantwortung mit sich bringe. Reuters

Barack Obama betont, dass die Anerkennung der syrischen Opposition auch Verantwortung mit sich bringe.

Marrakesch/WashingtonNach der EU haben auch die USA das syrische Oppositionsbündnis „Nationale Koalition“ als „legitime Vertretung des syrischen Volkes“ anerkannt. Das sagte US-Präsident Barack Obama am Dienstagabend dem TV-Sender ABC. An diesem Mittwoch kommt die internationale Syrien-„Freundesgruppe“ im marokkanischen Marrakesch mit der syrischen Opposition zusammen. Vor dem Treffen kündigte Bundesaußenminister Guido Westerwelle eine Aufstockung der deutschen Hilfen für Opfer des Syrien-Konflikts um 22 Millionen Euro an.

Das Geld soll vor allem Flüchtlingen in Syrien und den Nachbarländern zugutekommen, die jetzt unter dem Winter zu leiden haben. Damit beträgt die humanitäre Hilfe aus Deutschland inzwischen mehr als 90 Millionen Euro. Die Bundesrepublik gehört international zu den größten Geberländern.

Bei dem Treffen in Marrakesch soll die „Nationale Koalition“ gegen Machthaber Baschar al-Assad diplomatisch aufgewertet werden. Die „Freundesgruppe“ aus mehr als hundert Staaten und internationalen Organisationen will das erst im vergangenen Monat gegründete Oppositionsbündnis ebenfalls zur legitimen Vertretung des syrischen Volkes erklären.

Obama sprach von einem „großen Schritt“. „Die Anerkennung bedeutet natürlich auch Verantwortung“, unterstrich er. Wie ABC unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, gehe mit der Anerkennung nicht die Aufnahme von Waffenlieferungen an die Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad einher. Jedoch sei damit eine Tür in diese Richtung geöffnet worden.

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Westerwelle sagte kurz vor Beginn, neben dem politischen Signal der Anerkennung müsse die Opposition auch eine „handfeste Unterstützung ihrer Arbeit und der Menschen in Syrien“ bekommen. Das Geld wird insbesondere dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz, dem Welternährungsprogramm und dem UN-Flüchtlingskommissariat für deren Programme zur Verfügung gestellt. Geplant ist auch die Einrichtung eines internationalen Hilfsfonds, mit dem Geld zum Wiederaufbau gesammelt werden soll.

Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass zu Beginn des neuen Jahres etwa vier Millionen Menschen in Syrien auf Hilfe von außerhalb angewiesen sein werden. Mehr als 460 000 Syrer sind bereits in Ausland geflohen, vor allem in Länder wie Jordanien, den Libanon und die Türkei.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

14.12.2012, 14:09 Uhr

Ja, ein weitere Schritt hin zum dritten Weltkrieg.

Die Kriegsmaschinerie der NATO steht im nahem Osten bereits Gewehr bei Fuß. Flugzeugträgerverbände, tausende Kampfpanzer, alles bereit loszuschlagen.

Der ganze "arabische Frühling" ist doch nichts anderes als eine Invasion des westlichen Bündnisses in den arabischen Raum.

Westliche und isrealische Geheimdienste bereiten durch subversive Agitation den Boden vor, bevor dann Militäreinheiten den "Rebellen" (aus anderer Perspektive nennt man sie immer Terroristen) zu Hilfe eilen.

Hier geht es um kriegerische Sicherung der Energieversorgung der Zukunft, die im arabischen Sand liegen (Panzer fahren nicht mit Solarenergie) unter in Kaufnahme eines atomaren Krieges mit Russland und China die selbstredend dies nicht akzeptieren können.

Das ist alles WAHNSINN.

Account gelöscht!

14.12.2012, 14:19 Uhr

Nachtrag: http://www.youtube.com/watch?v=Yf2qBIU1g2o

Webster Tarpley

ab ca. Minute 5

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