Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.08.2013

14:48 Uhr

Guantanamo

Mutmaßlicher 9/11-Drahtzieher beklagt Essensentzug

Ein Guantanamo-Insasse und mutmaßlicher 9/11-Drahtzieher wirft dem US-Militär psychologische Folter vor. Vor Anhörungen bekomme er nichts zu essen, beklagt er. Zudem leide er wegen Lärm unter Schlafentzug.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und der US-amerikanischen Invasion in Afghanistan wurde der Stützpunkt zu einem Internierungslager für Gefangene erweitert. AFP

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und der US-amerikanischen Invasion in Afghanistan wurde der Stützpunkt zu einem Internierungslager für Gefangene erweitert.

Fort MeadeEiner der mutmaßlichen 9/11-Drahtzieher, Ramzi Binalshibh, betrachtet seine Behandlung im US-Gefangenenlager Guantanamo als „psychologische Folter“. Er könne „die großen Probleme mit dem Essen“ nicht länger ertragen, sagte der Jemenit am Dienstag beim Verlassen eines Gerichtssaals auf dem US-Militärgelände in Kuba, wo er an eine Anhörung teilnahm. „Wenn ich zu Anhörungen gehe oder mich mit meinem Anwalt treffe, geben sie uns kein Essen“, klagte Binalshibh, der in der Hamburger Terrorzelle zusammen mit Mohammed Atta gewohnt hatte, dem Anführer der Todespiloten vom 11. September 2001.

Militärsprecher Robert Durand sagte, Binalshibh sei in den Anhörungspausen stets mit frisch zubereiteten Halal-Mahlzeiten versorgt worden. „Der Angeklagte hat sich beschwert, dass sein Mittagessen keine Beilagen wie Oliven und Honig enthielt“, sagte Durand. Binalshibhs Verteidiger hielten dem entgegen, dass sich auch geringfügigere Probleme zu größeren summieren könnten und ihr Mandant „frustriert“ sei, weil seine Gefängniszelle „Lärm und Vibrationen“ ausgesetzt sei, wodurch Binalshibh sich weder konzentrieren noch schlafen könne.

Neben Binalshibh und dem aus Kuwait stammenden mutmaßlichen Chefplaner Khalid Sheikh Mohammed müssen sich der Saudiaraber Mustafa Ahmad Al-Hawsawi, der Pakistaner Ali abd Al-Aziz Ali und der Jemenit Walid bin Attash für ihre mutmaßliche Verwicklung in die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA verantworten. Alle Fünf waren zwischen 2002 und 2006 in geheimen CIA-Gefängnissen abgeschottet und anschließend nach Guantanamo gebracht worden. Ihnen droht im Falle eines Schuldspruchs die Todesstrafe.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

21.08.2013, 17:06 Uhr

unglaublich! Jetzt darf man nicht mal mehr schreiben, daß in einem Rechtsstaat niemand 12 Jahre MUTMASSLICH einsitzen darf, dh. ohne Gerichtsurteil. AlLEN WINKELZÜGEN mit Guantanomo als nicht US-Territorium zum Trotz.

Und ja WATER BOARDING IST DEFINITIV FOLTER. Auch wenn die USA es machen, the land of the free and brave

UNGLAUBLICH. Heute ZENSIEREN offenbar die AMIS selber!

wurm

21.08.2013, 17:25 Uhr

Oliven fehlen, natürlich auch Basilikum. Dem geht es offenbar noch immer zu gut in Gua. Er sollte täglich mehrere Stunden lang leere Kajüten und Kanus rudern. Rudern. Rudern. Im Schiffsraum der Galere sollte er seine Lungen auf diesem Weg konstant trainieren. Zwischenpausen alle zwei Stunden erlaubt. Salzwasser und trockenes Brot. Nachmittag: Reling putzen, Boden mit ausgedrückter Schrubbürste abbürsten, egal ob sauber oder nicht. Fünf Stunden. Salzmeerbad. Linsen mit Salzwasser. Tagesende - Schlaf auch im Baulärm. Oder eben nicht. - und zu ihm sollten alle, die in U-S-Bahnen fremde Leute überfallen, Handy und Geld klauen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×