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20.08.2014

17:17 Uhr

Hacker-Angriff

MH370-Ermittler bespitzelt worden

Fast sechs Monate nach Verschwinden von Flug MH370 enthüllt Malaysia jetzt Hackerangriffe auf seine Ermittler und deutet auf China. Unterdessen wurde Anklage gegen ein Paar erhoben, das Passagiere bestohlen haben soll.

Ein malaysisches Paar wurde des Diebstahls und Betrugs angeklagt: Umgerechnet 23.300 Euro sollen sie von MH370-Passagieren gestohlen haben. AFP

Ein malaysisches Paar wurde des Diebstahls und Betrugs angeklagt: Umgerechnet 23.300 Euro sollen sie von MH370-Passagieren gestohlen haben.

Kuala Lumpur/CanberraHacker haben MH370-Ermittler bespitzelt und nach Angaben malaysischer Behörden Daten von ihren Computern gestohlen und nach China geschafft. Schon einen Tag nach dem Verschwinden von Flug MH370 am 8. März habe es den ersten Angriff gegeben, berichtete der Chef der malaysischen Agentur für Internetsicherheit, Amirudin Abdul Wahab, der Zeitung „Star“ (Mittwoch).

Gesprächsprotokolle und vertrauliche Informationen seien betroffen. Er habe die internationale Polizeiorganisation Interpol eingeschaltet. Nach Angaben des australischen Premierministers Tony Abbott wird die Suche nach dem Wrack im September fortgesetzt. Unterdessen wurde in Malaysia ein Paar angeklagt, dass sich von Konten vermisster Passagiere bereichert haben soll.

Die Malaysia Airlines-Boeing mit 239 Menschen an Bord war auf dem Weg von Kuala Lumpur in Malaysia nach Peking vom Radar verschwunden. Satellitensignale zeigten später, dass sie noch stundenlang Richtung Süden flog. Sie dürfte im Indischen Ozean abgestürzt sein, als der Treibstoff ausging. Von dem Wrack fehlt noch jede Spur. Niemand weiß, was sich an Bord ereignet hat.

Zwei Drittel der Insassen waren Chinesen. Angehörige und chinesische Behörden warfen den Malaysiern schludrige Ermittlungen vor und argwöhnten öffentlich, dass sie wichtige Informationen zurückhielten.

Flugzeug bleibt verschollen: Monatelange Suche nach MH 370 vergebens

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Monatelange Suche nach MH 370 vergebens

Das Rätselraten um den verschollenen Flug MH 370 dauert an: Ein unbemanntes U-Boot hat keine frischen Erkenntnisse geliefert. Nun soll die Suche ausgeweitet werden – allerdings erst im August.

Ein unbemanntes U-Boot hatte den Meeresboden rund 2000 Kilometer westlich von Perth an der australischen Westküste wochenlang erfolglos nach dem Wrack abgesucht. Die Suche wurde Ende Mai eingestellt, um den Meeresboden zu kartographieren und das Suchgebiet einzuschränken. 43.000 von 60.000 Quadratkilometern waren bis Mitte August vermessen.

„Wenn das Flugzeug dort liegt, und davon gehen die besten Experten aus, dann haben wir eine gute Chance, es zu finden“, sagte Abbott dem Sender ABC. „Die Suche könnte bis zu einem Jahr dauern.“

Derweil wurde ein malaysisches Paar am Mittwoch von der Staatsanwaltschaft wegen Diebstahls und Betrugs angeklagt. Die beiden sollen umgerechnet rund 23.300 Euro von Bankkonten von MH370-Passagieren gestohlen haben. Der bei einer Bank beschäftigten Frau wird zur Last gelegt, das Geld der Vermissten auf ein Konto umgeleitet zu haben, von wo ihr Mann es dann per Karte abgehoben habe. Beide bekannten sich nicht schuldig.

Von

dpa

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