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03.02.2012

17:15 Uhr

Hackerangriff

Anonymous hat Polizei-Telefonat abgehört

Die Hackergruppe Anonymous hat eine Telefonkonferenz zwischen der US-Bundespolizei FBI und dem britischen Scotland Yard abgehört und den Mitschnitt veröffentlicht. Es geht um die Bekämpfung ihrer Aktivitäten.

Die Hackergruppe Anonymous hat ein Telefonat von Scotland Yard und dem FBI abgehört. dpa

Die Hackergruppe Anonymous hat ein Telefonat von Scotland Yard und dem FBI abgehört.

LondonDie US-Bundespolizei FBI hat am Freitag bestätigt, dass die Hackergruppe Anonymous eine vertrauliche Telefonkonferenz zwischen Scotland Yard und dem FBI abgehört hat. Anonymous veröffentlichte zuvor den rund 15-minütigen Mitschnitt, in dem es um die Bekämpfung der lose vernetzten weltweit operierenden Hacker geht.

Das Gespräch soll am 17. Januar aufgenommen worden sein. Anonymus hatte bei der veröffentlichten Version einige Namen mit Piepsern überlagert. Nach Angaben der Hacker hatte Anonymous das Zugangspasswort in einer E-Mail an einen FBI-Agenten abgefangen. Das FBI erklärte, die Information sei vertraulich an den Agenten gegangen und sei illegal in die Hände der Hacker gelangt. In dem Gespräch ging es um geplante Maßnahmen gegen Ryan Cleary und Jake Davis, zwei Aktivisten, die Anonymous zugerechnet werden.

Internet-Sicherheitsspezialist Graham Cluley sagte, das FBI dürfte entsetzt darüber sein, dass Hacker Gespräche abhören können, in denen es um die Bekämpfung genau ihrer Aktivitäten ginge. Das FBI kündigte Ermittlungen gegen die Verantwortlichen an.

Unterdessen platzierte Anonymous am Freitag für mehr als zwei Stunden ein Video auf der Internetpräsenz des griechischen Justizministeriums. Darin ist ein Mensch mit einer Guy-Fawkes-Maske - dem Symbol der Occupy- und Hackerbewegung - zu sehen, der die griechische Regierung beschuldigt, gegen die Interessen des griechischen Volks mit dem Internationalen Währungsfonds, der EU und den Geschäftsbanken zu paktieren.

Außerdem forderte er die griechische Regierung auf, das umstrittene Urheberschutzabkommen Acta nicht zu ratifizieren, weil das Abkommen das Internet nach den Worten der Hacker mit Zensur bedroht. Das Justizministerium nahm ihre Seite vom Netz.

Von

dapd

Kommentare (6)

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KamilJan

03.02.2012, 20:43 Uhr

das FBI soll sich nicht lächerlich machen...es wurde fair mit seinen eigenen Waffen geschlagen, selber Blöd, im Internetzeitalter stehen sich nun Geheimdienste und Bevölkerung mit gleichen Waffen gegenüber...das wird interessant...

Bilderberger

03.02.2012, 23:16 Uhr

anonymous sind die musketier des internets, das ist fakt !!!
hut ab - meinen Q6600 habt ihr, wenn ihr ihn braucht ;)

noname

04.02.2012, 07:33 Uhr

das wird nicht nur interessant das wird auch gefährlich.
In einem Zeitalter indem diese "Waffen" modular im Internet zu bekommen sind und jeder der sich ein paar Stunden beliest diese zusammenbauen kann da heisst es warm anziehen.
Wenn ich mir vorstelle was es alles für Möglichkeiten gibt.
Das fängt bei der ganz einfachen Betriebsspionage an, selbst Kleinunternehmen können sich Vorteile verschaffen und geht bis hin zur Sabotage von Kukorrenten.
Wie einfach es ist Systeme für Stunden lahmzulegen und das in Kernzeiten wird einem öffters dargestellt. Schneller und einfacher kann man nicht schaden.

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