Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.12.2013

09:17 Uhr

Haft wegen Koreakrieg

Nordkorea entlässt US-Kriegsveteran

In den USA freut man sich darüber, dass Nordkorea den 85-jährigen Merrill Newman aus der Haft entlassen hat. Der Veteran aus dem Koreakrieg war im Oktober auf einer Urlaubsreise verhaftet worden.

Sechs Wochen in Haft wegen unterstellter Kriegsverbrechen im Koreakrieg: Jetzt hat Nordkorea den Veteranen Merrill Newman (l) freigelassen. Reuters

Sechs Wochen in Haft wegen unterstellter Kriegsverbrechen im Koreakrieg: Jetzt hat Nordkorea den Veteranen Merrill Newman (l) freigelassen.

Seoul/WashingtonNordkorea hat den seit Ende Oktober festgehaltenen US-Kriegsveteran Merrill Newman freigelassen. Mitarbeiter der amerikanischen Botschaft in Peking hätten den 85-Jährigen am Flughafen der chinesischen Hauptstadt in Empfang genommen, schrieb die Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA hatte die Freilassung am Samstagmorgen mit „humanitären Gründen“, dem fortgeschritten Alter und dem Gesundheitszustand des Mannes begründet. Zudem habe er seine Taten bedauert.

Newman war nach Angaben seiner Familie kurz vor seinem Abflug in Pjöngjang am 26. Oktober aus einem Flugzeug geholt worden. Demnach hatte er als Tourist das Land besuchen wollen, in dem er während des Korea-Kriegs (1950-53) bei den US-Truppen an der Seite Südkoreas gekämpft hatte. Pjöngjang hatte ihm Verbrechen im Korea-Krieg und staatsfeindliche Umtriebe vorgeworfen.

US-Vizepräsident Joe Biden hat die Freilassung Newmans begrüßt. Zugleich kritisierte Biden am Samstag bei einem Besuch in Südkorea das Regime in Pjöngjang wegen der Festnahme vor mehr als einem Monat. „Das sind gute Nachrichten, die Volksrepublik ließ jemanden frei, den sie von vornherein nicht hätte haben sollen“, sagte Biden in Seoul. Zugleich rief er Nordkorea zur Freilassung des Amerikaners Kenneth Bae auf, der seit mehr als einem Jahr in dem Land festgehalten wird.

Newman traf nach seiner Ausweisung aus Nordkorea in Peking ein, wo er von Mitarbeitern der amerikanischen Botschaft empfangen wurde. Der Kalifornier war während eines Besuchs in Nordkorea festgenommen worden. Ihm wurden Verbrechen im Korea-Krieg und staatsfeindliche Umtriebe vorgeworfen.

Biden wollte zum Abschluss seines dreitägigen Besuchs in Südkorea noch die stark befestigte innerkoreanische Grenze besichtigen. Südkorea war die letzte Station einer einwöchigen Ostasienreise. Biden war zuvor in Tokio und Peking gewesen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×