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27.01.2007

15:38 Uhr

Hamas und Fatah

Kämpfe im Gazastreifen eskalieren

Bei der bisher schlimmsten Eskalation der Kämpfe zwischen den rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah sind seit Donnerstag 19 Menschen getötet worden.

HB GAZA. Vier Männer seien am Samstag nach Verletzungen gestorben, die sie bei Schießereien erlitten, verlautete aus palästinensischen Polizeikreisen in Gaza. Die regierende Hamas und die Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas setzten ihre geplanten Gespräche über eine gemeinsame Regierung aus.

Seit dem Wahlsieg der Hamas im vergangenen Jahr und der folgenden Bildung einer Hamas-Regierung sind beide Gruppen in einen blutigen Machtkampf verstrickt. Abbas will Neuwahlen, sollte es keine Einigung auf eine Regierung der nationalen Einheit geben.

Mehr als 60 Menschen seien seit Donnerstag verletzt worden, verlautete aus Polizeikreisen weiter. Beide Gruppen haben Anhänger der gegnerischen Seite verschleppt. Zwei Menschen starben bei Schießereien nahe der Islamischen Universität in Gaza. Zwei weitere Menschen erlagen in Krankenhäusern ihren Schussverletzungen. Auch im Norden des Gazastreifens, in Dschabalia und Bet Lahia, gingen die Zusammenstöße zwischen bewaffneten Anhängern der Fatah und der Hamas weiter.

Am Freitagabend hatten sich die rivalisierenden Gruppen in Gaza erneut auf eine Waffenruhe geeinigt. Diese wurde aber zunächst nicht eingehalten. Bisherige Abkommen über Waffenruhen zwischen Vertretern der Fatah von Abbas und der Hamas von Ministerpräsident Ismail Hanija erwiesen sich immer wieder als kurzlebig.

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