Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.09.2014

16:48 Uhr

Hand in Hand

Türkei will mit Notenbank Wachstum anschieben

Die Türkei will das Wachstum mithilfe der Zentralbank anschieben. Die Notenbank werde ihre geldpolitischen Entscheidungen dabei wie bisher unabhängig treffen, betonte der neue Regierungschef Ahmet Davutoglu.

Der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu will das Ziel Preisstabilität nicht gefährden. AFP

Der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu will das Ziel Preisstabilität nicht gefährden.

IstanbulDie neue türkische Regierung will das Land Hand in Hand mit der Zentralbank auf Wachstum trimmen. Die Notenbank werde auch zur Stärkung des Arbeitsmarktes beitragen, hieß es am Montag auf der Internet-Seite des neuen Regierungschefs Ahmet Davutoglu. Das Ziel der Preisstabilität dürfe dabei allerdings nicht gefährdet sein. Die Notenbank werde ihre geldpolitischen Entscheidungen wie bisher unabhängig treffen, betonte der neue Regierungschef. Die Vorgänger-Regierung unter dem inzwischen ins Präsidentenamt gewechselten Recep Tayyip Erdogan hatte die Zentralbank immer wieder gedrängt, zum Ankurbeln der Wirtschaft die Zinsen stärker zu senken. Davutoglu gilt als loyaler Gefolgsmann Erdogans. Die Inflationsrate liegt derzeit mit mehr als neun Prozent weit über dem Ziel der Notenbank.

Die Zentralbank hatte sich Anfang des Jahres mit einer kräftigen geldpolitischen Straffung gegen den Kursverfall der heimischen Währung Lira gestemmt. Später senkten die Währungshüter um Notenbankchef Erdem Basci den Schlüsselzins in mehreren Schritten auf nunmehr 8,25 Prozent - ein Niveau, das die Regierung für zu hoch hält. Die türkische Wirtschaft war 2013 um vier Prozent gewachsen. Dieses Jahr soll sie nach den Plänen der Regierung trotz Kapitalflucht im gleichem Tempo zulegen.

Türken in Deutschland

Wahlen in der Türkei

Der türkische Staatspräsident wird erstmals direkt vom Volk gewählt. Nach Angaben des Zentrums für Türkeistudien sind 2,7 Millionen türkische Staatsbürger im Ausland wahlberechtigt.

Wahlberechtigte Türken in Deutschland

Mehr als die Hälfte der im Ausland leben Türken wohnen in Deutschland. Insgesamt gibt es in der Bundesrepublik knapp 1,6 Millionen Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit. Gut 200 000 von ihnen sind unter 20 Jahre alt.

Die Zeit der Gastarbeiter

Im Jahr 1961 trat das Anwerbeabkommen mit der Türkei in Kraft, erste „Gastarbeiter“ von dort kamen in die Bundesrepublik. Bis zum Anwerbestopp 1973 bewarben sich 2,7 Millionen Türken um einen Arbeitsplatz, bis zu 750 000 von ihnen kamen dann nach Deutschland.

Wie viele Türken leben in Deutschland?

Heute leben insgesamt drei Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln in der Bundesrepublik (Stand: 2012). Im vergangenen Jahr ließen sich etwa 28 000 Türken einbürgern.

Deutsch-türkischer Wirtschaftsmotor

Etwa 90 000 deutsch-türkische Unternehmer erwirtschaften mehr als 40 Milliarden Euro im Jahr.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×