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15.03.2012

10:18 Uhr

Handelsabkommen

USA und Südkorea handeln zollfrei

Fünf Jahre hat es gedauert, heute ist es so weit: Das Freihandelsabkommen zwischen Südkorea und den USA ist in Kraft getreten. Damit fallen im asiatischen Land 80 Prozent der Zölle auf Güter aus den USA weg.

In Seoul feierten die Menschen das Abkommen ausgiebig. dapd

In Seoul feierten die Menschen das Abkommen ausgiebig.

SeoulNach jahrelangen Verzögerungen ist am Donnerstag ein weitreichendes Freihandelsabkommen zwischen den USA und Südkorea in Kraft getreten. Im bilateralen Handel der beiden Bündnispartner fallen dadurch die Zölle auf
Tausende von Produkten weg.

Für die USA ist es der größte Pakt dieser Art seit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) von 1994. Nach dem Freihandelsabkommen mit der EU, das Anfang Juli des vergangenen Jahres in Kraft getreten war, hat das exportabhängige Südkorea jetzt ein wirksam gewordenes Abkommen mit den zwei größten Wirtschaftszonen der Welt.

US-Präsident Barack Obama und der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak begrüßten in einem Telefongespräch das Inkrafttreten des Abkommens. Dieses könne auch als „gutes Modell“ für den globalen Freihandel dienen, wurde Lee von seinem Büro in Seoul zitiert. Er erwarte, dass das Abkommen die Investitionen, den Handel und auch den Arbeitsmarkt in beiden Länder beleben und dazu beitragen werde, weltweit die Handelsbarrieren einzureißen, sagte Obama. Durch das Abkommen fallen mit sofortiger Wirkung 80 Prozent der südkoreanischen Zölle auf Konsum- und Industriegüter aus den USA weg.

Das Abkommen war bereits 2007 unterzeichnet, aber erst im Herbst 2011 vom US-Kongress und danach von der südkoreanischen Nationalversammlung gebilligt worden. Um eine Einigung mit den USA zu erzielen, hatte Südkorea unter anderem neuen Maßnahmen zur Öffnung seines Automarktes für amerikanische Hersteller zugestimmt.

Von

dpa

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