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22.08.2012

02:46 Uhr

Handelsbeschränkungen

Argentinien fängt sich WTO-Beschwerden ein

Mit der Verstaatlichung einer spanischen Öltochter und Handelsbeschränkungen brachte Argentinien das Ausland gegen sich auf. Nun verklagen sich Argentinien und mehrere Länder in aller Welt gegenseitig bei der WTO.

Ein Grund für die Klagen ist die Ölfirma YPF, deren Firmensitz hier in den Landesfarben strahlt (Foto: EPA/YPF). dpa

Ein Grund für die Klagen ist die Ölfirma YPF, deren Firmensitz hier in den Landesfarben strahlt (Foto: EPA/YPF).

Genf/Buenos AiresNach der Europäischen Union führen auch die USA und Japan bei der Welthandelsorganisation Beschwerde gegen Argentinien. Wie die Europäer kritisieren die beiden Handelspartner die Importbeschränkungen der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas.

Argentinien verhalte sich protektionistisch und schade Industrie sowie Arbeitsmarkt in den USA, erklärte der US-Handelsbeauftragte Ron Kirk am Dienstag. Wegen Argentiniens Importbeschränkungen könnten mehr als 600 US-Warenarten nicht in das Land eingeführt werden, erklärte er.

Im Gegenzug will die Regierung in Buenos Aires ihrerseits gegen die USA vor die WTO ziehen und zwar wegen deren Vorgaben für die Einfuhr von Rindfleisch und Zitronen. Sie hat auch bereits die EU bei der Organisation verklagt.

Damit verschärfen sich die Spannungen zwischen Argentinien und seinen Handelspartnern, die Präsidentin Cristina Fernandez mit der Verstaatlichung einer spanischen Öltochter im April ausgelöst hat.

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Argentinien will mit den seit Februar geltenden Einfuhrbeschränkungen heimische Arbeitsplätze schützen und den Handelsüberschuss sichern, über den es seine Staatsschulden finanziert. Sollten die Lateinamerikaner nicht binnen 60 Tagen auf die Vorwürfe eingehen, können die USA und Japan ein WTO-Verfahren beantragen. Die EU hat ihre Beschwerde im Mai eingelegt, ohne bislang diesen nächsten Schritt zu gehen.

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