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17.09.2012

18:25 Uhr

Handelsfragen

China und USA beschweren sich bei WTO

Bei der Welthandelsorganisation sind gleich zwei Beschwerden eingegangen. Erst bemängelten die USA Pekings illegale Unterstützung für den Export von Autos und Autoteilen. Dann legte China mit einer Beschwerde nach.

Die USA beschweren sich gegen China, aber anders als zwischenzeitlich kommuniziert, nutzte Obama das nicht bei einer Wahlkampfveranstaltung. dapd

Die USA beschweren sich gegen China, aber anders als zwischenzeitlich kommuniziert, nutzte Obama das nicht bei einer Wahlkampfveranstaltung.

WashingtonWegen umstrittener Anti-Dumping-Maßnahmen und unerlaubter Subventionen haben sich die USA und China über den jeweils anderen bei der Welthandelsorganisation (WTO) beschwert. Die Beschwerde der USA richte sich gegen die illegale Unterstützung Pekings für den Export von Autos und Autoteilen, sagte der Außenhandelsbeauftragte Ron Kirk am Montag. China beschwerte sich kurz darauf über US-Handelsschranken bei der WTO.

Laut dem US-Außenhandelsministerium führen die Subventionen Chinas zu Wettbewerbsnachteilen für die Autoteile-Hersteller in den USA und sollen zur Auslagerung der Produktion nach China ermuntern. Rund eine Milliarde Dollar (761,60 Millionen Euro) habe Peking zwischen 2009 und 2011 hierfür ausgegeben. So habe China es geschafft, den Wert seiner Auto-Exporte von 7,4 Milliarden auf 69,1 Milliarden Dollar zu steigern. Das Ministerium betonte, dass die USA bei der WTO zunächst mit der chinesischen Regierung über eine Lösung verhandeln wollten. Dies ist der reguläre erste Schritt, um Handelskonflikte beizulegen.

Zunächst hatte es geheißen, US-Präsident Barack Obama werde seinen Schritt offiziell auf einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Ohio verkünden, in dem viele Menschen in der Auto- und Zulieferindustrie arbeiten. Obama wollte damit offenbar den Vorwurf seines Herausforderers Mitt Romney entkräften, der ihm zu viel Zurückhaltung gegenüber Peking attestiert.

Die WTO bestätigte, dass auch China eine Beschwerde gegen die USA eingelegt habe. Sie richte sich gegen einige Anti-Dumping-Vorschriften der USA, die chinesische Produkte betreffen, darunter Papier, Stahl, Reifen und Chemikalien.

Die USA und China liegen in einer Reihe von Handelsfragen über Kreuz. Im März belegte die US-Regierung chinesische Solarzellen wegen staatlicher Subventionen mit Strafzöllen. Im Juli rief Washington die WTO wegen chinesischer Zölle auf Autoimporte an. Außerdem verdächtigt Washington China, seine Währung gegenüber dem Dollar künstlich niedrig zu halten, um auf dem Weltmarkt billiger anbieten zu können.

Auch wegen Kreditkartengeschäften und dem chinesischen Export sogenannter seltener Erden streiten sich die beiden Staaten.

Von

afp

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