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11.10.2012

01:05 Uhr

Handelsstreit

USA legen Strafzölle auf chinesische Solarzellen fest

Die USA planen eine deutliche Erhöhung der Zölle für Solarmodule aus China, da chinesische Produzenten wegen der staatlichen Förderung die Solarmodule nicht kostendeckend, sondern zu Dumpingpreisen verkauften.

Die Sonne scheint auf ein mit Solarzellen bestücktes Fenster. ap

Die Sonne scheint auf ein mit Solarzellen bestücktes Fenster.

WashingtonIm Handelsstreit mit China über Dumpingpreise haben die USA die endgültige Höhe der Strafzölle auf Solarzellen festgelegt. Die Strafabgaben bewegen sich zwischen 18,32 und 249,96 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte.

Damit solle die ungerechte Preisgestaltung bekämpft werden. Zudem würden chinesische Hersteller und Exporteure mit Anti-Subventionszöllen von 14,78 bis 15,97 Prozent belegt. Diese liegen damit deutlich über den Anfang des Jahres zunächst verkündeten Raten.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte die US-Tochter von Solarworld zusammen mit sechs anderen Firmen eine Petition bei der US-Regierung gegen die zunehmenden Billig-Importe aus China eingereicht.

Kommentare (2)

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General-Investigation

11.10.2012, 09:52 Uhr

Wenn man bei uns zu Dumpingpreisen produziert, nennt sich das Wettbewerbsfähigkeit, machen das wie in diesem Fall die Chinesen, ist es ein Dumping-Verkaufspreis. Schon toll diese Logik. Schaut man dann noch weiter fällt auf, das die hier produzierten Solarmodule zum ersten nicht nur sehr teuer sind, sondern auch nach wenigen Jahren ihre Leistung extrem einbüßen. Und nun kommt überhaupt das wichtigste: Die Solarmodule aus China sind effizienter!
Wenn man also weder in den USA noch sonstwo in Europa in der Lage ist, ein ähnlich gutes Produkt auf den Markt zu bringen, stimmt etwas nicht. Statt die Gewinne in die Tasche zu stecken, muß man weiter in die Forschung investieren; damit hat man dann einen Vorsprung und die Chinesischen Produkte sind bald wieder weg.

gazer

26.10.2012, 02:36 Uhr

Mit Forschung ist es hier aber nicht getan. China hält seit Jahren die eigene Währung möglichst preiswert und somit die Preise für Produkte aus dem Land weit unten. Darüber hinaus fährt man eine Politik, sich der Konkurrenz zu entledigen: Erst einmal die Rohstoffe möglichst preiswert anzubieten um Wettbwerber aus dem Markt zu drängen, anschliessend die Rohstoffe verknappen um die investierten Margen wieder herein zu bekommen.

Ich persönlich bin - auch nach 'Jahren' noch erfreut über die Ausbeute der dt. Solarmodule, die genauso gut arbeiten, wie die aus China (letztere waren nur erheblich preiswerter).

Wenn man bei uns zu Dumpingpreisen (im Solarmarkt) verkauft ist das eher Not und Elend, als Wettbewerbsfähigkeit.

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