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15.06.2013

18:02 Uhr

Hassan Rohani

Gemäßigter Kandidat gewinnt die Wahl im Iran

Bei der Wahl im Iran herrschte so großer Andrang, dass die Behörden die Wahllokale fünf Stunden länger öffneten. Der Wahlsieg hatte sich über den Tag hinweg abgezeichnet. Jetzt ist das Ergebnis klar.

Irans Präsidentschaftskandidat Hassan Rohani bei der Stimmenabgabe. Reuters

Irans Präsidentschaftskandidat Hassan Rohani bei der Stimmenabgabe.

TeheranIm Iran hat der Kandidat des Reformlagers, Hassan Ruhani, mit über 50 Prozent der Stimmen die Präsidentenwahl gewonnen. Das teilte das Innenministerium am Samstag mit. Ruhani gilt als gemäßigt. Er hat in der Vergangenheit die Haltung des scheidenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu verschiedenen internationalen Angelegenheiten kritisiert. Der frühere Atomunterhändler vertritt die Ansicht, dass der Iran sein Atomprogramm fortsetzen und doch gleichzeitig die Spannungen zum Westen abbauen könne.

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Da sich die Konservativen bekriegen, hofft ein gemäßigter Kandidat, die Präsidentenwahl in Iran zu gewinnen. Die Chancen sind sehr gering - aber einen Kurswechsel hätte das Land bitter nötig. Es ist praktisch bankrott.

Liberal orientierte Iraner setzen große Hoffnung auf Ruhani. Allerdings hat der Präsident im Iran nur begrenzte Macht. Diese liegt hauptsächlich beim konservativen islamischen Klerus und den Revolutionären Garden. Beide Institutionen bestimmen den Kurs auch beim Atomprogramm und den Beziehungen zum Westen, der seit Jahren versucht, Teherans vermutete Ambitionen auf Atomwaffen auf dem Verhandlungsweg zu stoppen.

Rohani hat eine Bürgerrechts-Charta für den Iran angekündigt sowie eine weniger konfrontative Außenpolitik als sie von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad betrieben wurde, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten durfte. Dem moderaten Geistlichen wurden im Vorfeld nur geringe Chancen eingeräumt. Doch seine Aussichten verbesserten sich erheblich, nachdem der Reformkandidat Mohammed Resa Aref in dieser Woche seine Kandidatur zugunsten Rohanis zurückgezogen hatte. Dagegen hatten die konservativen Anwärter sich nicht auf einen einzelnen Kandidaten geeinigt.

Wegen des großen Andrangs bei der Wahl hatten die Behörden die Öffnungszeiten der Wahllokale um fünf Stunden verlängert. Offenbar gaben regimekritische Iraner ihre Pläne auf, die Wahl zu boykottieren. Die Zeitung „Kajhan“ schätze, dass 75 Prozent der Bürger ihre Stimme abgegeben hätten. Beobachter merkten allerdings auch an, die verlängerten Öffnungszeiten seien möglicherweise ein politischer Schachzug gewesen, um eine hohe Beteiligung zu demonstrieren.

Sechs Kandidaten traten an, um Nachfolger von Ahmadinedschad zu werden, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren durfte. Die meisten der Bewerber stehen dem religiösen Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, nahe.

Kommentare (20)

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the._ran.maker

15.06.2013, 09:24 Uhr

GEFECHTSKOPF-jeopardy: "What is a (nuclear) WAR-HEAD"

http://www.suedwatch.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/mohammed_karikatur_7.jpg
http://en.wikipedia.org/wiki/Warhead

undertaker

15.06.2013, 10:54 Uhr

Seltsam, das ist doch ein "Regime", wo bleiben denn da die Berichte über Wahlfälschungen ?
oder müssen hier die Mainstream-Medien einen kleinen klammheimlichen Spagat absolvieren ?

nicole

15.06.2013, 11:29 Uhr

seltsam ist auch das die mainpresse niemals erwähnt hat,daß der präsident ,wie auch in den usa,nur 2 amtszeiten haben darf.es wurde immer von ahmadenijad dem diktator gesprochen.
na ich schätze mal obama hat mehr blut an den händen kleben und wirds noch mehr haben,als ahmadenijad je hatte.obama ist dann ein noch grösserer diktator.von wegen friedensnobelpreis,ha.

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