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17.06.2013

17:55 Uhr

Hassan Rohani

Neuer iranischer Präsident gegen Einmischung in Syrien

Wenn es nach dem künftigen iranischen Präsidenten Hassan Rohani geht, bleibt Assad bis zu den Wahlen 2014 im Amt. Dann müsse das Volk entscheiden – und bis dahin solle sich auch niemand in Syrien einmischen.

Der künftige iranische Präsident Hassan Rohani spricht sich auf einer Pressekonferenz gegen eine Einmischung im Syrien-Konflikt aus. Reuters

Der künftige iranische Präsident Hassan Rohani spricht sich auf einer Pressekonferenz gegen eine Einmischung im Syrien-Konflikt aus.

TeheranDer künftige iranische Präsident Hassan Rohani hat sich gegen eine ausländische Einmischung im Syrien-Konflikt ausgesprochen. "Die syrische Krise muss vom syrischen Volk gelöst werden", sagte Rohani am Montag bei einer Pressekonferenz in Teheran.

"Wir sind gegen den Terrorismus, den Bürgerkrieg und ausländische Interventionen. Ich hoffe, dass mit der Hilfe der Länder der Region und der Welt wieder Frieden und Ruhe nach Syrien zurückkehren werden." Die syrische Regierung müsse bis zur Präsidentschaftswahl im Jahr 2014 im Amt bleiben, forderte Rohani. "Die syrische Krise muss durch das Votum der Syrer gelöst werden."

Der Iran ist ein regionaler Verbündeter Syriens. Die Rebellen in dem Bürgerkriegsland beschuldigen Teheran, die Assad-Regierung mit Waffen zu unterstützen. Die iranische Regierung hat dies stets bestritten. Assad hatte am Sonntag gesagt, sein Land wolle die Beziehungen zum Iran verstärken.

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Rohani tritt die Nachfolge von Mahmud Ahmadinedschad an, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte. Während das konservative Lager bei der Wahl am Freitag gespalten ins Rennen ging, hatten sich Reformer und Moderate hinter dem gemäßigten Kleriker Rohani versammelt.

Er erhielt auch die Unterstützung der einflussreichen Ex-Präsidenten Mohammed Chatami und Akbar Haschemi Rafsandschani, zudem wurde er zum Hoffnungsträger der städtischen Mittelschicht.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

17.06.2013, 18:10 Uhr

Richtig !
Solange der Bürgerkrieg im Land bleibt ist es ein rein Syrisches Problem .
Die Anwendung von Massenvernichtungswaffen ( sofern dies eindeutig nachgewiesen werden kann ) würde allerdings den Syrischen Bürgerkrieg Internationalisieren .
Sollte es Anzeichen geben das diese Waffen gegen ein anderes Land eingesetzt werden soll , besteht akuter Handlungsbedarf , dann darf sich keiner mehr raushalten !!!

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