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10.02.2017

12:24 Uhr

Hassan Ruhani

Iran ist keine Bedrohung – und Trump ein „Anfänger“

Die Entscheidung des US-Berufungsgerichts gegen Trumps Einreisestopp auch für Iraner kam am 38. Jahrestag der Revolution. Präsident Ruhani findet wenig freundliche Worte für den Amtskollegen in Washington.

Der iranische Präsident sieht im neuen US-Präsidenten Donald Trump einen „Newcomer“. dpa

Hassan Ruhani

Der iranische Präsident sieht im neuen US-Präsidenten Donald Trump einen „Newcomer“.

TeheranDer iranische Präsident Hassan Ruhani hat seinen amerikanischen Amtskollegen Donald Trump als „Anfänger“ bezeichnet und die US-Iran-Politik scharf kritisiert. „Wir wollen keine Spannungen, sind keine Bedrohung, werden aber Drohungen und Respektlosigkeit nicht dulden“, sagte Ruhani am Freitag. In den USA seien „einige Newcomer“ an der Macht, so der Präsident in einer Rede zum 38. Jahrestag der islamischen Revolution.  

Der Iran werde „rational“ auf absurde Unterstellungen und Drohungen aus den USA reagieren. Trump solle aber wissen, dass Teheran in den vergangenen 38 Jahren auf Drohungen stets konsequent reagiert habe, warnte Ruhani. Man werde sich von Trump nichts vorschreiben lassen. „Wir sind unabhängig und werden es auch weiterhin bleiben.“ Die iranische Präsidentschaftswahl im Mai werde Trump dies erneut in demokratischer Form beweisen.

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Schon am Donnerstagabend hat Ruhani vor ausländischen Diplomaten betont, dass der Iran den Terrorismus nicht – wie von Trump behauptet – unterstütze, sondern ihn seit Jahren mit allen Mitteln bekämpfe. Außerdem habe das Land bei den Atomverhandlungen bewiesen, dass es politische Differenzen über Verhandlungen und ohne Spannungen lösen wolle und könne.

Im Iran haben am Freitag die Feiern zum 38. Jahrestag der islamischen Revolution begonnen. Im Februar 1979 hatte ein Aufstand unter Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini zum Zusammenbruch der Monarchie geführt. Dieses Jahr sollen die Demonstrationen besonders Kritik an der Politik von US-Präsident Trump sichtbar werden lassen.

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Zahlreiche Iraner haben allerdings über soziale Netzwerke gefordert, dass keine US-Flaggen verbrannt werden sollten. Ihrer Ansicht nach haben viele Amerikaner gemeinsam dafür gesorgt, dass der von Trump verordnete Einreisestopp für Iraner ausgesetzt wurde. Aus Dankbarkeit sollten die iranischen Proteste daher nur gegen die Regierung in Washington, nicht aber gegen das amerikanische Volk gerichtet sein.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Alessandro Grande

10.02.2017, 13:18 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Unbekannt

10.02.2017, 14:07 Uhr

Was soll man in so einer Pöbelumgebung noch zur Diskussion beitragen?

Liebes Handelsblatt, Ihr solltet dieses Problem wirklich lösen.

K l a r n a m e n !

Herr Paul Kersey

10.02.2017, 15:22 Uhr

@Baltes
Tja: Primitive Pöbler wie Trump ziehen eben primitive Pöbler wie "Grande" an. In etwa so wie Scheisse Fliegen anzieht. Ist ein Naturgesetz und nicht zu ändern.

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