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31.03.2014

12:00 Uhr

Haushalt

Frankreich verfehlt Defizit-Ziel klar

Das Haushaltsdefizit Frankreichs ist deutlich größer ausgefallen als das EU-Limit erlaubt – und größer noch als selbst angepeilt. Die Statistiker haben aber auch gute Nachrichten: Die Wirtschaft wächst wieder.

Eine französische Ein-Euro-Münze: Die Wirtschaft des Landes ist wieder auf dem Vormarsch. dpa

Eine französische Ein-Euro-Münze: Die Wirtschaft des Landes ist wieder auf dem Vormarsch.

ParisFrankreich hat das EU-Defizitziel im vergangenen Jahr weit verfehlt: Das staatliche Defizit lag bei 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und damit noch über den von der sozialistischen Regierung angepeilten 4,1 Prozent, wie das staatliche Statistikamt Insee am Montag in Paris mitteilte. Die Verpflichtung der französischen Regierung gegenüber Brüssel, das Staatsdefizit im Jahr 2015 auf drei Prozent zu senken, scheint damit umso schwerer erreichbar. 2012 hatte das Staatsdefizit noch bei 4,9 Prozent gelegen.

Auch die Staatsverschuldung nahm im vergangenen Jahr stärker als erwartet zu und stieg auf 93,5 Prozent des BIP gegenüber 90,6 Prozent Ende 2012. Frankreichs Wirtschaftsminister Pierre Mosocvici erklärte, dass die 2012 begonnene Sanierung der Staatsfinanzen in einem sich langsam bessernden Wirtschaftsumfeld weitergehe.

Dafür ist Frankreichs Wirtschaft Ende 2013 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Im vierten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone um 0,3 Prozent zum Vorquartal gestiegen, teilte Insee nach endgültigen Zahlen mit. Die Statistiker bestätigten damit Zahlen aus einer ersten Schätzung. Volkswirte hatten damit gerechnet. Im dritten Quartal war das BIP noch um 0,1 Prozent geschrumpft.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat war die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal wie erwartet um 0,8 Prozent gestiegen, nachdem die Wirtschaft im Vorquartal noch um 0,3 Prozent zum Vorjahr zugelegt hatte. Getrieben wurde das Wachstum vom privaten Konsum, der um 0,4 Prozent zum Vorquartal stieg. Auch der Außenhandel stützte das Wachstum, weil die Exporte stärker als die Importe zulegten. Allerdings erreichte die Arbeitslosenzahl im vergangenen Monat einen neuen Rekordstand.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

31.03.2014, 11:05 Uhr

Eine beeindruckende Steigerung. Vor allem vor dem Hintergrund der beeindruckend wachsenden Staatsverschuldung. Hony soit qui mal y pense...

Account gelöscht!

31.03.2014, 12:37 Uhr

Auch Hollande hat es nicht so mit dem Rechnen. Egal wo die Roten auftauchen es geht nur mit mehr Schulden und mehr Arbeitslosen. Wie bei uns auch. Und alle Roten sind nach Paris geeilt um Herrn Hollande zu beglückwünschen zur Wahl.
Wahrscheinlich hatte die gerade mal wieder viel Zeit.

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