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16.03.2012

03:40 Uhr

Haushaltsdefizit

Spanien spart sich 27 Staatsunternehmen

Die spanische Regierung hat ein großes Ziel: Die Neuverschuldung soll bis Ende 2013 von 8,5 auf drei Prozent sinken. Auf dem Weg dorthin trennt sich der Staat von Unternehmen und Beteiligungen.

Der spanische Premierminister Mariano Rajoy im Parlament. dapd

Der spanische Premierminister Mariano Rajoy im Parlament.

MadridDie spanische Regierung wird am Freitag die Schließung von 27 Staatsunternehmen bekanntgeben. Dies sei Teil ihres Programms zur Reduzierung des Haushaltsdefizits, teilte eine Regierungssprecherin am Vortag mit. Außerdem sollten Investitionen aus weiteren acht Firmen abgezogen, die Liquidierung von 14 vorbereitet und Minderheitsbeteiligung bei 35 Unternehmen verkauft werden.

Spanien hat der EU-Kommission zugesagt, seine jährliche Neuverschuldung von 8,5 auf drei Prozent bis Ende 2013 zu reduzieren. Dazu muss Ministerpräsident Mariano Rajoy in den nächsten zwei Jahren rund 60 Milliarden Euro einsparen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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B.P.Holst-Hamburg

16.03.2012, 05:28 Uhr

Rezession in SpanienEine dramatische Zuspitzung erfuhr etwa die Lage in Spanien, das seit dem Amtsantritt der Rechtsregierung um Ministerpräsident Mariano Rajoy einen strikten Sparkurs verfolgt. Aufgrund der bereits beschlossenen Sparmaßnahmen schrumpfte die Wirtschaftsleistung des Landes im vierten Quartal 2011 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Regierung Rajoy geht für dieses Jahr von einer sich verschärfenden Rezession aus, die zu einer Kontraktion der Wirtschaft um insgesamt 1,7 Prozent führen werde. Spanien wies im Februar die europaweit höchste Arbeitslosenquote von offiziell 21,2 Prozent auf, wobei die Jugendarbeitslosigkeit inzwischen sogar auf 46 Prozent gestiegen ist. Zum Vergleich: Vor Krisenbeginn, Mitte 2007, lag die Arbeitslosigkeit südlich der Pyrenäen bei rund acht Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit bei circa 15 Prozent. Der Abschwung auf der iberischen Halbinsel wird - ähnlich wie in Griechenland - durch eine aufgrund der Sparmaßnahmen einbrechende Binnennachfrage ausgelöst. So sanken die spanischen Einzelhandelsumsätze im vergangenen Januar um 4,8 Zähler gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wobei die ganze Dramatik des Einbruchs erst aus einer längerfristigen Perspektive sichtbar wird: Gegenüber März 2007 schrumpften die Umsätze im Einzelhandel sogar um 23 Prozent.- Weiter "sparen"Die sich zuspitzende Wirtschaftslage nötigte die Regierung Rajoy, den von der EU vorgegebenen Sparplan infrage zu stellen. Ursprünglich wollte sie das spanische Haushaltsdefizit von 8,5 Prozent im Jahr 2011 auf 4,4 Prozent senken, doch die an Fahrt gewinnende Rezession ließ die spanische Defizitprognose auf 5,8 Prozent ansteigen. Nach kontroversen Verhandlungen in Brüssel am vergangenen Montag musste Madrid weitere Einsparungen in Höhe von 0,5 Prozent des BIP zusagen, um eine leichte Erhöhung der Defizitgrenze auf 5,3 Prozent eingeräumt zu bekommen. Spanien müsse dieses Jahr "größere Konsolidierungsanstrengungen" unternehmen, mahnte Eurogruppenchef Jean-Claude Junc

Account gelöscht!

16.03.2012, 06:47 Uhr

...man muß doch auch dort einmal zur Kenntnis nehmen, daß es auch einmal andersherum gehen kann... ...und was spricht eigentlich gegen Sparsamkeit? Ich finde die "Gefahr" einer Rezession jedenfalls immer besser, als zügellos weitere, sauer verdiente Milliarden, wie in GR geschehen, weiter in fremde Länder zu pumpen. Als wenn wir im eigenen Land nicht bereits genug Probleme hätten oder gar noch bekommen werden.

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