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13.06.2011

03:00 Uhr

Heftige Gefechte

Syrischer Militäreinsatz entsetzt den Westen

Das syrische Militär geht mit großer Härte gegen Aufständische vor. Reporter- und Augenzeugenberichte enthüllen jetzt Details. Europäische Union und die USA setzen auf eine schnelle Verabschiedung der UN-Resolution.

Syrische Soldaten in der Nähe von Dschisr al Schugur. Quelle: dapd

Syrische Soldaten in der Nähe von Dschisr al Schugur.

Beirut/Damaskus/Kairo/BerlinSyrische Regierungstruppen haben sich am Sonntag Gefechte mit aufständischen Soldaten geliefert und die Stadt Dschisr al Schugur im Nordwesten des Landes wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Der amtlichen Nachrichtenagentur SANA zufolge entschärften Heereseinheiten Sprengsätze an Straßen und Brücken und rückten mit Unterstützung von Kampfhubschraubern und Panzern in die Stadt ein. Es sei zu „heftigen“ Gefechten gekommen.

Bewohner von Dschisr al Schugur, die in die Türkei geflohen waren, sagten, tausende junge Männer hätten sich bewaffnet und Sprengstoff an den Eingängen zur Stadt platziert. Zu den jungen Männern zählten Soldaten und Polizisten, die sich dem Aufstand gegen Präsident Baschar Assad angeschlossen hätten. Die Truppen griffen die Stadt in rund 200 Fahrzeugen aus südlicher und östlicher Seite an, wie das örtliche Koordinationskomitee, das regierungsfeindliche Proteste in Syrien dokumentiert, mitteilte. Syrische Truppen sagten einem Reporter der Nachrichtenagentur AP, sie würden „Bewaffnete“ in Dschisr al Schugur festnehmen.

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Regierungstruppen hoben zehn uniformierte Leichen aus einem Massengrab vor dem Gebäude der Militärpolizei. Mindestens vier der Leichen waren enthauptet worden oder ihnen war mit einer Axt auf den Kopf geschlagen worden, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AP sagte, der die syrischen Truppen begleitete. Das Gebäude wurde abgebrannt, in einigen Räumen waren Blutspuren zu sehen. Die Spuren stützten Berichte, wonach es vergangene Woche zu einer Meuterei in der 40.000 Einwohner zählenden Stadt Dschisr al Schugur kam.

Nach Angaben der syrischen Regierung sind seit Beginn der Unruhen 500 Sicherheitskräfte ums Leben gekommen, darunter 120, die vergangene Woche in Dschisr al Schugur getötet worden sein sollen. Seit Beginn des Aufstands gegen das syrische Regime Mitte März sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 1.400 Syrer ums Leben gekommen. Rund 10.000 Menschen seien während des harten Vorgehens der Regierung gegen Regimekritiker festgenommen worden.

Kommentare (3)

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unresolution

12.06.2011, 14:12 Uhr

Der Mossad ist die größte und gefährlichste Terror-Organisation der Welt. Ohne die Unterstützung Israels wäre das Assad-Regime schon längst Geschichte.

GrafEichstaedt

12.06.2011, 22:34 Uhr

Oh mein Gott, da spricht der wahre Kenner. Warum sollte das Assad-Regime auf die Unterstützung des israelischen Geheimdienstes angewiesen sein? Bitte erläutern sie das genauer und bitte auch in welcher Form diese Unterstützung ausfallen soll.
Ich finde es unglaublich egal was passiert und egal von wem man findet immer wieder zu den Juden und damit zum Antisemitismus.
Und was ich noch unglaublicher finde, ist wie wenig manche Menschen in der Lage sind hintergründig zu reflektieren! Es ist wohlkaum wahrscheinlich das die israelische Regierung, ein Teil des israelischen Staatsapparat oder sonst eine israelische oder jüdische Organisation ein Regime unterstützt das, das Existenzrecht Israels aberkennt und verschiedene Terrororganisationen, wie z.B. die Hisbollah mit Geld, Waffen und weiterem unterstützt.
Ich hoffe das ich ihnen, hiermit ein wenig geholfen habe aus ihrer etwas beschränkten Weltanschauung herauszukommen. Erst denken dann schreiben!

MfG Graf Eichstädt

Tyler_Durden

13.06.2011, 03:40 Uhr

manchmal scheint auch denken nicht zu helfen - wenn man vorher nichts gesehen hat zum Beispiel, oder immer Dasselbe liest... Nicht wahr, Graf Eichstädt...?

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