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30.09.2014

12:30 Uhr

Heftige Kämpfe um Kobane

Kurden starten Angriffe auf IS im Irak

Westliche Staaten haben den Kurden im Irak Waffen geliefert. Damit versuchen die Peschmerga jetzt, die IS-Extremisten zurückzuschlagen. Die USA und ihre Verbündeten bombardieren die Terroristen in Syrien.

Nach einem mutmaßlichen Angriff der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Kobane steigt Rauch auf. dpa

Nach einem mutmaßlichen Angriff der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Kobane steigt Rauch auf.

MossulUnterstützt von US-Luftangriffen haben kurdische Einheiten in mehreren Regionen des Nordiraks Angriffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Dabei konnten sie vier Dörfer zurückerobern, wie die irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria am Freitag unter Berufung auf einen kurdischen Offiziellen berichtete.

Nach einem Bericht der Internetseite Al-Mada setzten sie schwere Waffen ein, die ihnen aus dem Westen geliefert worden waren. Im benachbarten Syrien bombardierten die USA und ihre arabischen Verbündeten IS-Stellungen in der Nähe der eingekreisten kurdischen Stadt Kobane.

Das von den USA geführte Bündnis habe zwei Dörfer westlich und östlich von Kobane (Arabisch: Ain al-Arab) angegriffen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. In kurdischen Medien hieß es, die heftigen Kämpfe um die Stadt gingen weiter.

Informationen über Opfer bei den Bombardierungen lagen zunächst nicht vor. Bei den Luftangriffen im Norden Syriens am Montag seien 13 IS-Kämpfer getötet worden, erklärten die Menschenrechtler weiter.

Die IS-Terrormiliz versucht seit Tagen, die kurdische Stadt Kobane einzunehmen. Sie kontrolliert bereits Dutzende Dörfer im Umland und war zuletzt bis auf vier Kilometer an die Stadt herangerückt. Die Orte liegen an der türkischen Grenze in einer Enklave, die bislang von kurdischen Volksschutzeinheiten kontrolliert wurde. Das Umland wird bereits größtenteils von IS-Kämpfern beherrscht.

Einwohner von Kobane hatten kritisiert, die Zahl der Luftangriffe gegen die Extremisten sei zu gering. Die Luftschläge seien zudem zu weit weg von der Front, beklagten Einwohner nach einem Bericht des US-Senders CNN. „Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen Waffen. Wir brauchen effektivere Luftschläge“, sagte Idriss Nassan aus Kobane. Wenn es so bleibe, „werden wir ein Massaker sehen“.

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