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25.02.2014

12:56 Uhr

Heidelberger Institut

Zahl der Kriege nimmt weltweit zu

Syrien, Afghanistan und Mali sind drei prominente Beispiele für gewalttätige Auseinandersetzungen im Jahr 2013. Eine Studie widmet sich den aktuellen Kriegen – und stellt eine Besonderheit fest.

Die absolute Zerstörung: Das syrische Aleppo leidet unter dem blutigen Bürgerkrieg. dpa

Die absolute Zerstörung: Das syrische Aleppo leidet unter dem blutigen Bürgerkrieg.

HeidelbergDie Zahl der Kriege ist im Jahr 2013 nach einer Untersuchung des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung leicht gestiegen. Die Wissenschaftler stuften für das abgelaufene Jahr weltweit 20 Konflikte als Kriege ein - das sind zwei mehr als 2012. Außer den Kriegen in Afghanistan und Syrien zählen dazu auch die Konflikte im Irak, in Mali sowie in der Zentralafrikanischen Republik, teilte das Institut am Dienstag mit.

Demnach haben auch die Auseinandersetzungen zwischen der neuen ägyptischen Regierung und den Muslimbrüdern kriegerische Ausmaße erreicht. Insgesamt zählte das Institut weltweit 414 Konflikte (2012: 405). Davon wurden 45 als hochgewaltsam bewertet. Entscheidend für die Einordnung sind die eingesetzten militärischen Mittel sowie die Folgen des Konflikts, von getöteten Menschen bis hin zu großen Flüchtlingsströmen.

„Syrien hat relativ eindeutig die meisten Opfer zu beklagen“, sagte Vorstandsmitglied Peter Hachemer. Die Forscher ordnen die Auseinandersetzungen in ihrem „Conflict Barometer“ in fünf Intensitätsstufen ein - „Krieg“ ist die höchste. Mehr als die Hälfte der Kriege (elf) gab es demnach in Afrika südlich der Sahara. Allein im Sudan und Südsudan zählte das Institut fünf Kriege.

Alle Kriege waren diesmal innerstaatliche Konflikte, wie Hachemer erläuterte. 2012 hatte das Institut die Auseinandersetzung zwischen Sudan und Südsudan als Krieg eingestuft. Doch auch ohne zwischenstaatliche Kriege wurde es 2013 grenzübergreifend nicht friedlicher: Die Zahl der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Staaten stieg von acht auf elf. Darunter fielen etwa die Konflikte zwischen Syrien und Israel sowie zwischen Indien und Pakistan.

Von

dpa

Kommentare (2)

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26.02.2014, 08:44 Uhr

Die beiden stärksten Religionsgemeinschaften Islam und Christentum stehen im weltweiten Religionskampf um die Macht. Während man in Europa wegsieht geht es weltweit schon zur Sache. In Europa gibt es 30 Millionen Muslime und mit den Türken kommen wir auf über 100 Millionen Muslime die ständig unser Gesellschaftsleben nach Muslimischen Befindlichkeiten umändern können, dank schwacher Politiker. Das wird gefährlich werden und alle die abwinken hätten das vermutlich auch 33 getan. Es brennt an allen Ecken und dann schickt man die BW in Länder wo Christen und Muslime sich bekämpfen. Also aus einem Land was man zum Christentum und Islam zählt. Das ist das dümmste was Deutsche Politiker über die Köpfe der Bürger machen.

pit

26.02.2014, 09:24 Uhr

Es fehlt der deutliche Hinweis, dass der Konflikt immer von Moslems losgetreten wird. Das sind dann zwar die bösen Moslems - sogenannte Islamisten, aber die Grenzziehung zwischen Islamist und Moslem ist schwer. Des weiteren fehlt der Hinweis, dass der Koran die Menschenrechte verbietet. Nur als Ergänzung

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