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10.09.2013

17:23 Uhr

Henry M. Paulson

Ex-US-Finanzminister warnt vor neuer Finanzkrise

ExklusivFünf Jahre nach der Finanzkrise droht eine neue: Das glaubt der Ex-Finanzminister der USA, Henry M. Paulson, und nennt dafür drei Gründe. Er kritisiert besonders das „too big to fail“-Phänomen der Großbanken.

In Sorge: Henry Hank Paulson, Ex-US-Finanzminister und früher auch CEO bei Goldman Sachs, hält eine weitere Finanzkrise für möglich. ap

In Sorge: Henry Hank Paulson, Ex-US-Finanzminister und früher auch CEO bei Goldman Sachs, hält eine weitere Finanzkrise für möglich.

DüsseldorfDie Welt sollte sich für eine neue Finanzkrise rüsten. Das fordert der frühere US-Finanzminister Henry M. Paulson in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (Mittwochausgabe). „Besteht die Gefahr einer erneuten Finanzkrise? Das ist die Frage, die mir seit meinem Abgang aus dem Finanzministerium am häufigsten gestellt worden ist. Ich fürchte, dass die Antwort darauf „Ja“ lautet“, schreibt der langjährige Chef der Investmentbank Goldman Sachs.

Paulson entschied auf dem Höhepunkt der Krise 2008, dass die überschuldete Investmentbank Lehman Brothers nicht mit staatlichen Hilfen gerettet werden sollte. Er war einer der wichtigsten Akteure bei der Rettung des Bankensystems in den USA nach der Lehman-Pleite, wofür er auch Kritik erntete. Ihm wurde vorgeworfen, die Interessen der Wall Street über jene der amerikanischen Staatsbürger zu stellen. Bei der Veranstaltung des Economic Club of New York wurde Paulson von Andrew Tisch, Co-Chairman von Loews, gefragt, ob er auch heutiger Sicht etwas anders machen würde. Paulson sagte daraufhin, „fast jeder Fehler war ein Kommunikationsproblem”.

Er sei noch immer enttäuscht darüber, dass die Öffentlichkeit nicht verstanden habe, dass die Rettungsaktion „nicht für die Wall Street, sondern für sie war”. „Trotz aller Fortschritte gibt es eine Reihe von Problemen, die mir Sorge bereiten“, so Paulson. Der ehemalige Finanzminister nannte drei Gründe, warum er eine Wiederholung der Finanzkrise für sehr gut möglich hält.#

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„Fünf Jahre nach der Finanzkrise haben wir bei der Reform der staatlich geförderten Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac keinerlei Fortschritte erzielt“, schreibt Paulson. Die Hypothekenfinanzierer mussten im Zuge der Finanzkrise verstaatlicht werden, sind aber noch immer in staatlicher Hand. Da sie derzeit viel Geld abwerfen, sei es politisch schwierig, sie auf eine handhabbare Größe zu schrumpfen, sagte Paulson. Neunzig Prozent der Hypotheken in den USA haben staatliche Garantien.

Grund Nummer zwei: „Wir sind den Markt der Schattenbanken nicht angegangen“, so der Ex-Politiker weiter. Es sei noch „mehr zu tun”, um die Probleme mit Repo-Transaktionen zu beheben und es sollte mehr Transparenz bei den Investments der Geldmarktfonds geben.

Grund Nummer drei: „Wir streiten noch immer darüber, ob wir das Dilemma der ,too big to fail'-Banken gelöst haben.“ Paulson schlägt mit Blick auf die systemwichtigen Großbanken vor: „Das „too big to fail“-Phänomen ist inakzeptabel und muss aus der Welt geschafft werden. Der beste Ansatz wäre hier, mit Hilfe von stringenteren Kapital- und Liquiditätsanforderungen die Vorteile zu minimieren, die große Geldinstitute genießen. Eine strenge Regulierung einschließlich Größenbeschränkung und Veräußerungszwang bei Banken, die ihre Risiken nicht mehr steuern können, könnte Pleiten unwahrscheinlicher machen.“

Kommentare (20)

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Account gelöscht!

10.09.2013, 17:32 Uhr



Das sieht Schäuble/Draghi und deren rumstrampeldne "EU-Rettungssanitäterfront" schon "rechnerisch" nicht so.

Der Kerl phantasiert, selten so gelacht.

pro-D

10.09.2013, 17:34 Uhr

der Ami ist nun mal unser Feind, der bewusst darauf spekuliert das vereinte Europa zu spalten. Darum hetzt der Kriegstreiber die Staaten Europa aufeinander los.

Man sagt ja inzwischen, dass die Unruhen in GR und Zypern vom Ami initiiert wurden.

manthra

10.09.2013, 18:08 Uhr

Dieser Moloch, genau dieses machtsüchtige und so verseuchte Hirn hat die Finanzkrise 2008 los getreten mit der Bekanntgabe, dass Lehman Brothers insolvent sei. Er hat wohl zuwenig zu tun, einen zu entspannten Nachmittag? Der soll putzen gehen, in Mc-Donalds!!! Wenn allerdings Unbekannte wie "lensoes" hierfür nur abgedroschene Wortphrasen wie "selten so gelacht" finden, ist Vorsicht geboten. Von anderer Stelle wurden für die nächsten 6 bis 12 Monate gewaltige Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten vorausgesagt.

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